Fördersätze für Erneuerbare Energien angepasst

Mit 27,3 % war 2014 der Ökostromanteil in Deutschland so hoch wie noch nie. Noch vor 10 Jahre, also in 2004, machten Energie, aus Wasser, Wind, Sonne, Erdwärme und Biomasse ganze 9,3 % aus. Doch der Umstieg von Atomkraft, Kohle und fossilen Energieträgern kostet. Neue Anlagen müssen gebaut und ans Netzt angeschlossen werden. Wer Strom aus Erneuerbaren, z.B. über eine Photovoltaik-Anlage erzeugt und einspeist, erhält deshalb eine Förderung. Dafür sorgt das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Förderung gibt es für große aber auch für kleine Anlagen.

KfW bündelt Kommunalkredite

Die KfW Förderprogramme „IKK – Energetische Stadtsanierung – Stadtbeleuchtung“ und „IKK – Kommunale Energieversorgung“ wurden zum Jahresende 2014 eingestellt.

Gefördert wird weiterhin! 
Eine neue Straßenbeleuchtung oder kommunale Wärme-, Wasser- und Abwassersysteme können Kommunen seit 1. Januar 2015 über das Förderprogramm „IKK – Investitionskredit Kommunen“ finanzieren. Der Förderkredit ist ab derzeit 0,4% (tagesaktueller Zinssatz am 16.01.2015) abrufbar.

Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher

Deutschlandweit 1,5 Mio. Photovoltaik-Anlagen erzeugten 2014 zusammen über 35 Milliarden kWh Solarstrom. Ein Rekord. Viele der Anlagen sind auf Hausdächern von Eigenheimen und Unternehmen installiert, allein 2014 kamen 75.000 Anlagen dazu. Mittlerweile ist vor allem der Eigenverbrauch des selbst erzeugten Sonnenstroms um viele Cent je kWh lukrativer als die Einspeisevergütung. Über 15.000 Anlagen verfügen nach Schätzung des BSW-Solar (Bundesverband Solarwirtschaft) über einen Solarstromspeicher.

KfW-Kredit über die Hausbank

Die KfW kann oftmals günstigere Zinsen anbieten. Die Kredite werden nämlich mit staatlichen Mitteln verbilligt. Wo es Förderungen gibt, sollte man die auch nutzen. Das spart Zinsen und somit bares Geld. Im SWR-Magazin "Marktcheck" berichteten Bauherren, dass sie auf der Suche nach einer Bank für den KfW-Förderkredit für ihren Solarstromspeicher bereits zwei Absagen kassierten. Der Aufwand wäre den Banken zu hoch.

KfW-Effizienzhaus 55 rechnet sich

Seit Beginn 2015 vergibt die KfW die Kredite im Programm „Energieeffizient Bauen“ für verschiedene Effizienzhäuser, zu unterschiedlichen Konditionen. Seit neustem zu noch günstigeren Zinssätzen, schon ab 0,75 %.
Beim KfW-Effizienzhaus 70 können 50.000 € zu 1,0 % für 10 Jahre festgeschrieben, finanziert werden. Beim besseren KfW-Effizienzhaus 55 zu nur 0,75 %. Zusätzlich erlässt die KfW 2.500 € als Tilgungszuschuss. Beim vorbildlichen Effizienzhaus 40, gibt es den Förderkredit ebenfalls zu 0,75 %. Der Tilgungszuschuss fällt mit 5.000 € doppelt so hoch aus.

Beratungs-Zuschuss für Energiespar-Contracting

Ob sich Energie—Contracting lohnt, kann über eine Beratung in Erfahrung gebracht werden. Die wird nun durch ein neues Förderprogramm vom BAFA gefördert. Die „Richtlinie zur Förderung von Beratungen zum Energiespar-Contracting“ ist zum 1. Januar 2015 in Kraft getreten. Beantragt werden kann die Förderung voraussichtlich ab Februar 2015. Das Programm ist Teil des „Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz“ (NAPE).

Auf die Dächer-fertig-grün!

Für das neue Förderprogramm „Gründachförderung“ stellt Hamburg bis 2019 insgesamt drei Millionen Euro zur Verfügung. Der Stadt-Zuschuss für die Nachrüstung von Dächern oder den Einbau von begrünten Dächern auf neuen Wohn- und Gewerbebauten, kann ab sofort bei der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) beantragt werden.

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