Mehr Förderung für eine Energieberatung

Dienstag, März 10, 2020

Der Zuschuss für eine Energieberatung im Wohngebäude wurde deutlich erhöht

Energieberatung

Hauseigentümer erhalten mehr Geld, wenn sie einen Energieberater beauftragen.

So steigt der maximale Zuschuss für die Planung einer energetischen Sanierung bei Ein- und Zweifamilienhäusern von 800 auf 1.300 Euro. Das heißt: Eigentümer müssen nur noch 20 % des förderfähigen Beratungshonorars selbst tragen. Den Zuschuss zahlt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) aus.

Förderanträge für die höhere Förderung können bereits seit dem 1. Februar gestellt werden. Die ersten Zuwendungsbescheide plant das BAFA ab 10. März erteilen zu können. Die Energieberatung darf jedoch bereits ab Antragstellung begonnen und durchgeführt werden, ein früherer Vertragsschluss ist mit Vorbehaltsklausel wie bisher zulässig.

 

Die Änderungen im Überblick

Zum 1.2.2020 trat die „Richtlinie für die Bundesförderung für Energieberatungen von Wohngebäuden (Vor-Ort-Beratung, individueller Sanierungsfahrplan)“ in einer überarbeiteten Fassung in Kraft. 

  • Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie übernimmt 80 %  des förderfähigen Beratungshonorars
  • höchstens 1.300 € für Ein- und Zweifamilienhäuser
  • höchstens 1.700 € für Wohngebäude mit mehr als drei Wohneinheiten

Gefördert wird die Energieberatung im Wohngebäude, wenn der Bauantrag bzw. die Bauanzeige mindestens 10 Jahre zurückliegen. Ist ein Unternehmen Beratungsempfänger, so handelt es sich um eine De-minimis-Beihilfe. Das beratene Unternehmen hat somit eine De-minimis-Erklärung gegenüber dem BAFA abzugeben.

 

Darum werden Energieberatungen gefördert

Mit der Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude (EBW) möchte die Bundesregierung zur Umsetzung der energie- und klimapolitischen Ziele beitragen, insbesondere bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Immobilienbesitzer können durch eine qualifizierte Energieberatung einen sinnvollen Weg aufgezeigt bekommen, wie sie die Energieeffizienz ihres Gebäudes verbessern und Energie einsparen können.

 

Das bringt mir die Energieberatung

Ein Energieberater kommt vor Ort und sammelt zuerst alle Fakten durch die Inaugenscheinnahme des Hauses und durch Informationen aus Bauplänen, Verbrauchsabrechnungen und bereits durchgeführten Maßnahmen am Haus. Das ermöglicht ihm eine realistische Einschätzung und Berechnung des momentanen energetischen Zustands des Wohngebäudes und stellt die Grundlage für ein passendes Sanierungskonzept. Dazu schlägt der Energieberater konkrete Modernisierungsmaßnahmen vor und informiert zu den Fördermöglichkeiten. Das deutsche Energieberater-Netzwerk (DEN e.V.) weist in diesem Zusammenhang darauf hin: „Wer von zinsgünstigen KfW-Sanierungskrediten und Zuschüssen profitieren möchte, für den ist eine Energieberatung Pflicht.“

Die persönlichen Verhältnisse, das individuelle Nutzerverhalten oder Wünsche an den Wohnkomfort wird der Energieberater soweit es geht mit berücksichtigen. Grundsätzlich besteht die Wahl zwischen zwei Beratungsalternativen.
Wer plant, seine Immobilie Schritt für Schritt zu modernisieren, etwa weil es der finanzielle Rahmen erfordert, dem zeigt der Energieberater im Sanierungsfahrplan auf, wie sich das Wohngebäude Schritt-für-Schritt durch aufeinander abgestimmte Maßnahmen umfassend sanieren lässt.
Wer hingegen sein Haus in einem Zug möglichst bald auf ein hohes energetisches Niveau modernisieren möchte, für den erstellt der Energieberater ein energetisches Konzept für eine Gesamtsanierung zum KfW-Effizienzhaus.

Energieberater finden

https://www.deutsches-energieberaternetzwerk.de/energieberatersuche/
https://www.energie-effizienz-experten.de/fuer-private-bauherren

 

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