Marktanreizprogramm

Montag, September 3, 2018

Übergangsfrist für in 2017 beauftragte Heizungen läuft zum 30. September aus

Übergangsfrist für in 2017 beantragte Heizungen läuft zum 30. September aus

Der richtige Zeitpunkt für die Antragstellung, Übergangsfristen, Bewilligungszeiträume - Förderrichtlinien sind mitunter kompliziert. Viele Informationen, die es zu durchforsten gibt und einige Regeln, an die man sich halten sollte, denn Einstiegskriterien sind offtmals auch gleichzeitig KO-Kriterien.

Wofür das Ganze? Ganz einfach: Um Geld "geschenkt" zu bekommen.

Im Fall vom Marktanreizprogramm beteiligt sich der Staat an den Kosten für eine umweltfreundliche Heizung auf Basis erneuerbarer Energien. Wer einen Förderantrag stellt, kann einen Zuschuss erhalten, der nicht zurück gezahlt werden muss. Und es lohnt sich! Neben der mit moderner Technik vergleichsweise leicht zu erreichenden Basis-Förderung werden mitunter zusätzliche Boni ausgezahlt oder es winkt sogar die höhere Innovationsförderung. Dass das Förderprogramm ankommt, zeigen die Antragszahlen. Im ersten Halbjahr 2018 landeten auf den Schreibtischen im BAFA knapp 49.500 Förderanträge - ​ein Plus von ca. 16.500 Anträgen und damit deutlich mehr als noch im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Wer keine Zeit hat, oder sich nicht mit dem Thema beschäftigen will, kann den Förderservice von Heizungsherstellern, Heizungsfachbetrieben oder der febis Service GmbH nutzen. Hier übernehmen versierte Förderberater die Online-Antragstellung beim BAFA und führen auch den Verwendungsnachweis nach Einbau. Neben den staatlichen Fördergeldern schaut der Förderservice gleichzeitig, ob noch weitere Programme (Zuschüsse vom Land, der Kommune oder einem Energieversorger) genutzt werden können. 

Wer die Förderung selbst beantragen will, sollte sich an die aktuellen Förderbedingungen halten und seinem Heizungsfachbetrieb bei Anfrage des Angebots mitteilen, dass er die BAFA-Förderung nutzen möchte. So kann der Fachhandwerker bei der Angebotserstellung die technischen Anforderungen berücksichtigen. Neben der Technik geht es bei Fördergeldern aber auch oftmals ums richtige Timing -  um die Einhaltung von Terminen und Fristen. Wir erklären Ihnen die zwei, momentan wichtigsten Fristen im MAP: 

Nur noch bis zum 30. September 2018 gilt die Übergangsfrist für in 2017 beauftragte und in 2018 eingebaute Heizungen!

Den Zuschuss-Antrag zur Wärmepumpe, für die Pellet- / Holzheizung oder einer Solarthermieananlage müssen Eigenheimbesitzer seit Jahresbeginn 2018 immer vor Beauftragung des Handwerksbetrieb stellen. Mit Einführung dieser Änderung zum Jahresbeginn hat das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) für Heizungsanlagen eine Übergangsregelung geöffnet.  Für förderfähige Heizungen die bereits im letzten Jahr – also v. A. zum Jahresende 2017 - beauftragt , allerdings erst 2018 installiert wurden,  kann der Förderantrag noch innerhalb von 9 Monaten nach der Inbetriebnahme der Heizung gestellt werden. Dazu muss die entsprechende Erklärung für die Übergangsfrist beim BAFA eingereicht werden. Die Inbetriebnahme der Heizung und die Antragsstellung müssen bis zum 30. September 2018 erfolgen – also nur noch bis Ende dieses Monats. Für diejenigen, die unter diese Regelung fallen, heißt es damit: Heizung jetzt noch in Betrieb nehmen und Zuschuss-Antrag stellen!

Seit 2018: Mit Zuwendungsbescheid muss die Heizung innerhalb von 9 Monaten in Betrieb gehen und auch der Verwendungsnachweis fristgerecht eingereicht werden.

Wer sich jetzt für den Umstieg auf eine Ökoheizung entscheidet, muss den Förderantrag immer im Vorfeld stellen, d.h. vor Beauftragung des Fachbetriebes und damit vor Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages. Vor Auftragsvergabe sollte allerdings auch der mögliche Zeitraum für Umsetzung, Einbau und Inbetriebnahme konkretisiert werden.
Denn für die BAFA-Zuschüsse gilt es neben dem Förderantrag vor Auftragsvergabe auch die Durchführungsfrist nach Antragstellung zu beachten. Der Bewilligungszeitraum endet 9 Monate nach Erteilung des Zuwendungsbescheides. Die zu fördernde Heizungsanlage muss innerhalb dieses Zeitraums in Betrieb genommen werden und die Unterlagen zum Verwendungsnachweis müssen vor Ablauf der Frist beim BAFA eingereicht werden. Nur mit ausführlicher Begründung und auf Antrag vor Ablauf der Frist kann der Bewilligungszeitraum vom BAFA gegebenenfalls verlängert werden.

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