Mit erneuerbaren Energien heizen - der Umstieg wird bezuschusst

Freitag, Dezember 13, 2019

Die Förderkonditionen für Eigenheimbesitzer werden 2020 verbessert

Marktanreizprogramm fördert Heizungen

Die Freude einen Termin beim zumeist ausgebuchten Heizungsfachbetrieb zu bekommen, ist für viele Hauseigentümer sicherlich groß. Wer für seine Heizung auch die bereitstehende Förderung nutzt, kann sich gleich nochmal freuen. Denn der staatliche Zuschuss kann sich sehen lassen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert mit dem Marktanreizprogramm (kurz MAP) seit 1999 Wärme aus erneuerbaren Energien. 

20 Jahre Heizungsförderungen für Wärme aus erneuerbaren Energien

Um die Energiewende im Gebäudebereich voranzutreiben, wurde das MAP am 1. September 1999  ins Leben gerufen. Seitdem hat das BAFA mehr als 1,8 Millionen Anlagen mit einem Fördervolumen von rund 3 Milliarden Euro bezuschusst. Das Einsparpotenzial der in 2018 geförderten Anlagen beziffert das BAFA bei einer Nutzungsdauer von 20 Jahren mit über 6 Millionen Tonnen CO2. 2019 sind laut BAFA die meisten Anträge zur Wärmepumpe eingegangen.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie entwickelt das MAP derzeit weiter. Geplant ist, das MAP mit den Förderprogrammen CO2-Gebäudesanierungsprogramm, dem Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) und Teilen des Heizungsoptimierungsprogramms (HZO) zu einem einzigen Förderangebot zusammenzuführen. Die Förderkonditionen für Gebäudesanierungsprogramme für Eigenheimbesitzer werden zum 01.01.2020 verbessert. Derzeit werden die Details geklärt.

Energiewende in den eigenen vier Wänden starten

Beim Umstieg auf erneuerbare Energien gibt es generell zwei Möglichkeiten: Entweder wird die alte Heizungsanlage komplett ersetzt oder es werden erneuerbare Energien als Unterstützung genutzt. Technologien wie Wärmepumpen oder Pelletheizung funktionieren als alleinige Heizung wie auch als Ergänzung. Solarthermieanlagen sind mit verschiedenen Heizsystemen gut kombinierbar und fungieren in der Regel ausschließlich als zusätzlicher Wärmelieferant.

Das BAFA fördert generell nur Anlagen, die hohe technische Standards erfüllen. Auf dem Online-Portal des BAFA sind zu jedem Bereich entsprechende Listen mit den förderfähigen Anlagen hinterlegt. Bevor die Umsetzung starten kann, muss der Antrag über das Online-Portal des BAFA eingereicht sein. Per Post kommt dann der Zuwendungsbescheid vom BAFA. Ab dann beginnt die 9-Monatsfrist für die Inbetriebnahme der Anlage.

Die verbraucherorientierte Plattform „Intelligent heizen“  informiert technologieoffen und energieträgerneutral über Maßnahmen für eine wirtschaftliche Heizungsmodernisierung und Lüftung und über die passenden Fördermöglichkeiten: https://intelligent-heizen.info/foerderung-heizung/

Foto: © intelligent-heizen.info - Thilo Ross