Hausbau? KfW-Kredit nutzen!

Dienstag, Mai 22, 2018

Neues im KfW-Programm Energieeffizient Bauen

Hausbau? KfW-Kredit nutzen!

Wer einen Förderantrag über seine Hausbank stellt, kann mit einem zinsgünstigen KfW-Darlehen von bis zu 100.000 € je Wohneinheit rechnen. Die KfW informiert und hilft mit einem Film „So beantragen Sie Ihren KfW-Kredit“, die Bank erklärt wie Sie sich zusätzlich einen Zuschuss für Ihren Energieeffizienz-Experten sichern oder was beim Kauf eines neuen schlüsselfertigen Hauses oder einer Eigentumswohnung beachtet werden muss (alles unter www.kfw.de).

Sinnvolle Ergänzung zur Baufinanzierung der Hausbank

Der staatliche Förderkredit ist eine sinnvolle Ergänzung zum Finanzierungspaket über die Hausbank, denn die Zinsen für den KfW-Kredit sind für 10 Jahre festgeschrieben und damit vor einem Anstieg gesichert. Und das wurde 2017 bereits vielfach genutzt. Knapp 45.000 neu gebaute KfW-Effizienzhäuser 55 wurden im letzten Jahr durch die KfW gefördert. Knapp 5.000 Bauherren finanzierten über die KfW ein sparsameres Effizienzhaus 40. Über 4.500 angehende Hauseigentümer legten noch eine Schippe obendrauf und investierten in ein KfW-Effizienzhaus 40 Plus, das nicht nur Heizenergie einspart sondern auch Strom selbst erzeugt.

Weiterer Vorteil des KfW-Kredits: Ein Teil des Darlehens wird dank staatlicher Förderung als Tilgungszuschuss erlassen. Im Falle eines Effizienzhauses 55 sind das 5 % und bis zu 5.000 €, der Tilgungszuschuss fürs Effizienzhaus 40 Plus fällt am höchsten aus und beträgt 15 % und bis zu 15.000 €.

Der eingeräumte Tilgungszuschuss muss nicht zurückgezahlt werden, und wirkt sich so günstig auf Zinsen und Laufzeit des KfW-Kredits aus. Dazu müssen allerdings die Förderbedingungen und technischen Mindestanforderungen des KfW-Programms „Energieeffizient Bauen“ nachweislich eingehalten werden. Darum kümmert sich ein Energieberater, der als Energieeffizienz-Experte für die staatlichen Förderprogramme von BAFA und KfW gelistet ist (www.energie-effizienz-experten.de). Und der muss und kann seit 17.4.2018 einige Änderungen beachten.
Die Wichtigsten davon hier im Überblick:

Geänderte Förderbedingungen beim Bau eines KfW-40 Plus

Fest installiertes Benutzerinterface: Mindestanforderung des KfW-Effizienzhaus 40 Plus ist es, den Nutzer der jeweiligen Wohneinheit über die Stromerzeugung im Haus, zum Beispiel über Photovoltaik und über seinen Stromverbrauch in der Wohnung zu informieren. Insbesondere im Mehrfamilienhaus ist dazu in jeder Wohneinheit ein fest installiertes Benutzerinterface einzubauen, etwa ein auf der Wand montiertes Touch-Panel, das durchaus auch weitere Informations- oder Steuerungsfunktionen übernehmen kann.

Speicherkapazität für PV-Speicher neugefasst: Die Mindestanforderung an die nutzbare Speicherkapazität von Stromspeichern beim Einsatz von Photovoltaikanlagen wird vereinfacht. Die nutzbare Speicherkapazität des Stromspeichers muss mindestens die Summe aus 500 Wh je Wohneinheit plus 10 Wh/m² multipliziert mit der Gebäudenutzfläche (AN) betragen. Der neue Rechenansatz erleichtert die Nachweisführung und führt häufig zu einer geringeren Anforderung an die nutzbare Speicherkapazität.

Neue Förderbedingungen beim Bau eines KfW-55 nach Referenzwerten

Referenzwert für Dachflächenfenster erweitert: Die Referenzwerte für die Bauteile der Gebäudehülle werden um das Bauteil Dachflächenfenster erweitert. Die Luftdichtheit der Gebäudehülle kann auch über den q50-Wert nachgewiesen werden.

Einbau einer Lüftungsanlage Ökodesign-Richtlinie: Die Anforderung an den Wärmebereitstellungsgrad von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung kann gleichwertig erfüllt werden, wenn die jeweilige Lüftungsanlage einen spezifischen Energieverbrauch von SEV < - 26 kWh / (m² a) gemäß Ökodesign-Richtlinie aufweist. Eine Herstellerbescheinigung über den spezifischen Energieverbrauch gemäß Ökodesign-Richtlinie ist für den Nachweis ausreichend. Damit kann ggf. auch eine Lüftungsanlage mit einem Wärmebereitstellungsgrad von weniger als 80% die Mindestanforderung erfüllen.
 

foerderdata-Tipp: Fördergelder gibt es nicht nur vom Staat!

Welche Neubauförderungen für Ihr Vorhanen in Frage kommen, sagt ein Blick in die kostenlose Förderauskunft. Denn neben den staatlichen Programmen, kommt weitere finanzielle Unterstützung oftmals auch von Städten und Gemeinden.

Foto: © K.Wernicke