Wärmepumpe ist beliebtestes Heizsystem im Neubau

Mittwoch, Juni 12, 2019

Staatliche Zuschüsse für Wärmepumpen gibt es im Neubau und im Altbau

Wärmepumpe ist beliebtestes Heizsystem im Neubau

Förderbeispiele für eine Wärmepumpenheizung im Bestandsgebäude

Wie schon im Vorjahr ist die Wärmepumpe das meistgewählte Standardheizsystem im Neubau und lässt Gasheizungen hinter sich.
2018 wurden insgesamt 117.869 Wohngebäude genehmigt. Davon werden 51.527 Gebäude (44 %) mit einer Wärmepumpe beheizt, 48.311 Gebäude (41 %) werden primär mit einer Gasheizung beheizt. Bei den Wärmepumpen kommt vor allem die Luft-Wärmepumpe zur Anwendung. 8.839 Gebäude (7,5 %) nutzen Erdwärme, während 42.668 Gebäude (ca. 36 %) andere Umweltwärme, aus Wasser und vor allem Luft zum Heizen nutzbar machen. 

Schüsseltechnologie – in Neubau und Bestand

Die eigentliche Herausforderung für die Wärmewende liegt allerdings im Gebäudebestand, deshalb ist es wichtig, den Anteil an Wärmepumpen auch in diesem Bereich auszubauen. Die technischen Lösungen sind grundsätzlich vorhanden, allerdings verhindert das derzeitige Energiepreisgefüge den dringend notwendigen verstärkten Einsatz von Wärmpumpen in Bestandsgebäuden. „Eine Reform der Entgelt- und Abgabensystematik ist überfällig. Die Wärmepumpe als Schlüsseltechnologie der Sektorkopplung leidet unter der zu hohen Belastung des Strompreises, insbesondere im Verhältnis zu Erdgas und Heizöl “, erklärt Dr. Martin Sabel, Geschäftsführer des Bundesverbands Wärmepumpe überzeugt. „Damit die Klimaziele im Gebäudebereich eingehalten werden können, muss sich die Bundesregierung zu einem ambitionierten Gebäudeenergiegesetz durchringen. Wir brauchen einen Technologiewechsel und eine echte Energiewende im Heizungskeller“, so Sabel weiter. 

Gefördert werden Wärmepumpen im Neubau und im Altbau

Der Einbau einer energieeffizienten Wärmepumpe wird mit einem staatlichen Zuschuss vom BAFA gefördert. Je nach Anlage kommen die Basis- oder Innovationsförderung in Frage. Zusätzliche Boni sind ebenfalls drin. Im letzten Jahr wurden knapp 30.900 Förderanträge für Wärmepumpen beim BAFA eingereicht. Bis April 2019 sind es auch in diesem Jahr bereits knapp 10.000 Anträge für eine Wärmepumpenförderung. Wer sich an die Förderrichtlinien hält, kann mit mind. 1.300 € für eine Luft-Wärmepumpe rechnen.
Der Förderservice zur Heizungsmodernisierung kennt die Förderbedingen und KO-Kriterien. Wichtige Voraussetzungen sind zum Beispiel, die Listung der Wärmepumpe beim BAFA oder der richtige Zeitpunkt zur Beauftragung des Fachbetriebs. Im Förderservice übernehmen versierte Mitarbeiter die Beantragung und den Abruf der Zuschüsse für private Ein- und Zweifamilienhausbesitzer. Hier wird auch  geprüft, ob es zusätzliche Förderungen vom Land, der Stadt oder Gemeinde gibt.

Förderhotline: 06190 / 92 63 – 433
http://foerderdata.de/heizung/foerderservice-heizung/angebot

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