Sanierungsoffensive in Österreich

Montag, August 17, 2015

30 Prozent der Sanierungskosten vom Staat – dass ließen sich die Österreicher nicht zweimal sagen

Sanierungsoffensive in Österreich

Die staatliche Sanierungsoffensive in Österreich ist für die Regierung ein klarer Erfolg. Hauseigentümer die für ihre geplante Modernisierung noch keinen Zuschuss beantragt haben, gucken allerdings in die Röhre. Aufgrund der hohen Nachfrage sind die Fördermittel für 2015 ausgeschöpft, die Antragsannahme wurde zum 3. August gestoppt. Bereits in den vergangenen Jahren war der Fördertopf meist nach fünf bis sechs Monaten vergriffen.

Die österreichische Bundesregierung stellte für 2015  insgesamt 80 Mio. Euro an Fördermittel für die energetische Sanierungen von privaten Wohnhäusern bereit, die älter als 20 Jahre sind. Die Förderung beträgt bis zu 30 % der förderungsfähigen Kosten, max. 6.000 Euro für die thermische Sanierung und max. 2.000 Euro für die Umstellung des Wärmeerzeugungssystems. Einen zusätzlichen Umweltbonus von bis zu 500 Euro gab es bei Verwendung von Dämmstoffen  aus  nachwachsenden  Rohstoffen, mit  Umweltzeichen  oder  beim Einbau von  Holzfenstern.

Auch in Österreich gilt. Nicht nur der Staat fördert.

Auch wenn das Förderbudget vom Bund vergeben ist, stellen Länder und Kommunen weiterhin Fördermöglichkeiten bereit. Etwa das Land Vorarlberg bietet einem Sanierungszuschuss von 10 Prozent der Kosten für Einzelmaßnahmen bis zu 40 Prozent für umfassende Sanierungsvorhaben. Alternativ kann ein Teil der Sanierungskosten über einen zinsgünstigen Landeskredit finanziert werden.

Alle aktuellen Bau- und Modernisierungsförderungen in Österreich sind in der Förderdatenbank unter www.foerderdata.at erfasst. Mit Eingabe weniger Daten zum Haus und zur Maßnahme, erhält man schnell einen Überblick, welche Förderungen in Frage kommen.

Foto: © Rolf - www.pixelio.de