Quartierskonzept mit Zuschuss vom Staat

Mittwoch, Juni 3, 2015

Quartierskonzepte geben Städten und Kommunen die Chance mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Und das mit Hilfe von Fördergeldern.

Deutschlandweit werden immer mehr Quartierskonzepte ausgerufen. Quartierskonzepte geben Städten und Kommunen die Chance mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Und das mit Hilfe von Fördergeldern.

Deutschlandweit werden immer mehr Quartierskonzepte ausgerufen. Gefragt sind flexible Strategien für die unterschiedlichsten, lokalen Gegebenheiten. Der große Vorteil für Umwelt und Quartier liegt in der Verknüpfung der Anforderungen an die energetische Gebäudesanierung, an effiziente Energieversorgungssysteme und an den Ausbau erneuerbarer Energien. Ebenfalls können demografische, ökonomische, städtebauliche und wohnungswirtschaftliche Fragestellungen berücksichtigt werden.

Quartierskonzepte werden mit Bundeszuschüssen über das KfW-Programm „Energetische Stadtsanierung“ gefördert. Einen Zuschuss gibt es sowohl für die Erstellung eines quartiersbezogen energetischen Konzepts als auch für ein Sanierungsmanager, der die spätere Umsetzung begleitet und beschleunigt.

Quartierskonzept und Sanierungsmanagement werden mit 65% der Kosten bezuschusst. Den Restbetrag in Höhe von 35% muss die Kommune selbst aufbringen oder anteilig durch Dritte, z.B. Stadtwerk, Wohnungsgesellschaft, Privateigentümer, Energieversorger, finanzieren. Bis zu 20% der förderfähigen Kosten können auch aus Fördermitteln der EU oder der Länder finanziert werden. Die Finanzierung aus Mitteln des Bundes und/oder der Länder darf dabei einen Anteil von 85% nicht überschreiten. Für finanzschwache Kommunen mit Haushaltssicherungskonzept kann der Eigenanteil im Einzelfall auf 5% der förderfähigen Kosten reduziert werden. Die Fördergelder können auch an Dritte weitergereicht werden, z.B. an privatwirtschaftlich organisierte oder gemeinnützige Akteure wie Stadtwerke, Wohnungsunternehmen oder Sanierungsträger.

Interessierte Kommunen erhalten im Internet unter www.energetische-stadtsanierung.info/ Informationen und Anregungen. Unter anderem geben die 63 durch die Begleitforschung untersuchte „Pilot-Quartiere“ wertvolle Praxiseinblicke: Vom historischen Stadtkern über verschiedene Wohnsiedlungstypen der 1950-1980er Jahre bis zum heterogenen Großstadtquartier, je nach Auswahl kann gezielt nach Beispielen aus einzelnen Bundesländern, mit besonderen Themenschwerpunkten und in spezifischen Gebietstypen gesucht werden.

Foto: © K.Wernicke