Energieeffizienz ist Branchentrend 2015

Architektenhäuser sind nur schick – weit gefehlt. Die Verschärfung der EnEV-Anforderungen in 2016 wirft ihre Schatten voraus. Energetische Sanierung und energieeffizientes Bauen sind bereits in diesem Jahr allgegenwärtig. Und das nicht nur bei Bauherren und Hauseigentümern. Auch jeder zweite Architekt in Deutschland sieht Energieeffizienz als Branchentrend 2015. Das geht aus den ersten Vorabergebnissen der zentralen Branchenstudie zum deutschen Baugeschehen von BauInfoConsult hervor.

Baden-Württemberg stellt sein Sanierungsprogramm um

Baden-Württembergische Hauseigentümer können Energiesparmaßnahmen am Haus mit dem Förderprogramm Energieeffizienzfinanzierung – Sanieren angehen. Das Programm baut auf die staatlichen KfW-Kredite auf. Zusammen mit der L-Bank verbilligt das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg die ohnehin günstigen Konditionen des KfW-Programms „Energieeffizient Sanieren“ zusätzlich. 

KfW schickt neues Förderprogramm ins Rennen

Die bestehenden staatlichen Programme, Energieeffizient Bauen und Sanieren und das Marktanreizprogramm (MAP), sollen Verstärkung bekommen. Das BMWI kündigt dazu ein neues „Anreizprogramm Energieeffizienz“ an. Mit 165 Mio. € im Jahr soll die vorhandene Förderung verstärkt werden, etwa durch Aufstockung der Zuschuss- und Kreditförderung. Das Budget war eigentlich für den Steuerbonus an Hauseigentümer für Energieeffiziente Sanierungsmaßnahmen am Haus vorgesehen. Ende 2015 / Anfang 2016 soll dafür das neue Programm starten.

Solarstromspeicher - Am Markt tut sich was

Seit zwei Jahren fördert die KfW mit ihrem Förderprogramm „Erneuerbare Energien-Speicher“ die Neuinstallation von stationären Batteriespeichersystemen in Kombination mit Photovoltaik-Anlagen. Hauseigentümer können damit mehr, tagsüber erzeugten Sonnenstrom einspeichern und später selbst nutzen. Nach Branchenschätzungen nutzen ca. 15.000 deutsche Haushalte einen Solarstromspeicher in ihrem Haus.

Können Bauherren zukünftig auf Förderung von der KfW bauen?

Eigentlich müsste die KfW vor ihrer Bank selbst ein Baustellenschild aufstellen. Denn die ist gerade dabei ihre Bau- und Sanierungsprogramme um und auszubauen. Auch das Bauherren-Programm “Energieeffizient Bauen” ist betroffen. Was bedeutet das für die eigene Baustelle? Wer seinen Förderantrag ab 1. April 2016 einreicht, muss sich auf Änderungen gefasst machen.

Zusätzliche Pelletprämie zum BAFA-Zuschuss

Hier vergibt das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) quasi „exklusiv“ eine Abwrackprämie an alle ansässigen Hauseigentümer, die ihre alte fossile Heizung durch eine neue Pelletheizung austauschen. Die 500,- € Pelletprämie wird bis zum Ende des Jahres zusätzlich zur staatlichen BAFA-Zuschuss ausgezahlt.

Der Mindestzuschuss vom BAFA für eine Pelletheizung betägt ohne Pufferspeicher 3.000,- €, mit Pufferspeicher 3.500,- €. Für den Einbau eines wasserführenden Pelletkaminofens erhält man zur BAFA-Mindestförderung von 2.000,- €, eine zusätzliche Prämie von 400,- € dazu.

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