Hydraulischer Abgleich ist Fördervoraussetzung

Montag, August 25, 2014

Hydraulischer Abgleich ist Fördervoraussetzung

Hydraulischer Abgleich ist Fördervoraussetzung

Läuft Ihre Heizung noch rund? 
Probleme mit der Heizung liegen oftmals gar nicht am Heizkessel selbst. Ungleichmäßige Wärmeverteilung im Haus, zu hoher Energieverbrauch, verlängerte Wiederaufheizzeiten und Strömungsgeräusche sind zumeist Folge eines fehlenden hydraulischen Abgleichs. Auch neue Heizungen bringen die besten Einspareffekte nur, wenn das Heizsystem hydraulische abgeglichen ist. Der Abgleich ist nach den anerkannten Regeln der Technik sowohl nach VOB/DIN 18380 (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen) als auch nach ENEV (Energiesparverordnung) Pflicht. Zudem ist er Fördervoraussetzung, z. B. bei KfW und BAFA. Ohne hydraulischen Abgleich keine Zuschüsse und Kredite.

Wer einen Zuschuss vom BAFA für etwa eine Wärmepumpe, einen Pellet-, Hackschnitzel-oder Scheitholzvergaserkessel erhalten will, muss eine hydraulisch Abgleich nachweisen. Selbiges gilt für den Kesseltauschbonus für einen neuen Gas- oder Öl-Brennwertkessel in Kombination mit Solarthermie.

Die KfW fördert sowohl die Erneuerung von Heizungsanlagen als auch die Optimierung bestehender Heizungsanlagen mit einem Zuschuss von 10 % der Kosten oder einem Kredit zum Zinssatz von 1,0 %. Die Ausgaben für den Hydraulischer Abgleich fallen ebenfalls unter die förderfähigen Kosten.

Die KfW fordert zudem: „Auch bei der Durchführung von Dämmmaßnahmen, welche den Heizwärmebedarf des sanierten Gebäudes um mehr als 25 % reduzieren, ist ein hydraulischer Abgleich durchzuführen.“ Durch die Dämmung bleibt mehr Wärme im Haus, die Heizung muss weniger leisten. Regler- und Pumpeneinstellungen und Heizkörper müssen auf die neuen Gegebenheiten angepasst werden. Die Anlage weiter laufen zu lassen, wie bisher, ist reine Energieverschwendung.

Ein Hydraulischer Abgleich führt zu einer Energieeinsparung von mindestens 3 bis 5 %, je nach Gebäude und Anlage, kann sogar mehr eingespart werden. Die Ersparnis für ein Einfamilienhaus beläuft sich auf 70 bis 100 € Heiz- und Stromkosten im Jahr.

Foto: Rainer Sturm I pixelio.de