Pelletheizungen bald noch umweltfreundlicher

Montag, September 1, 2014

2015 wird der Grenzwert für Feinstaub verschärft

Pelletheizungen bald noch umweltfreundlicher

Eine Pelletheizung punktet mit einer nahezu CO2-neutrale Verbrennung. Neben den CO2 Werten, muss man hier auch die Feinstaubemissionen im Blick haben. Nach der „Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen“ (1. BImSchV) muss seit 2010 der Grenzwert von 60 mg Feinstaub eingehalten werden. Ab 1. Januar 2015 verschärft sich dieser Wert auf 20 mg. Für vorher in Betrieb genommene Heizungen gilt allerdings Bestandsschutz - und zwar für die gesamten Betriebszeit der Anlagen.

Ob der Wert eingehalten wird überprüft der Schornsteinfeger bei Inbetriebnahme der Heizung anhand einer Feinstaubmessung. „Ab 01. Januar 2015 müssen die Schornsteinfeger eine aufwendigere und damit auch teurere Feinstaubmessung vornehmen“, informiert Martin Bentele, Geschäftsführer des Deutsche Energieholz- und Pellet-Verbands (DEPV).

Schon heute halten die am Markt erhältlichen Pelletheizungen die ab 2015 geforderten Werte ein. Das liegt nicht zuletzt daran, dass das BAFA bereits seit Jahresbeginn 2014 nur Anlagen fördert, die die Grenzwerte der 2. Stufe BImSchV für Feinstaub und CO2 nachweisen können.

Mit einer Förderung im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) steuert der Staat einen Teil der Kosten für die neue Heizung bei. Über 2.195 Anträge für Biomasseheizungen sind im ersten Halbjahr 2014 bereits beim BAFA eingegangen. Für Pelletkessel von 5 bis 66,6 kW Leistung sind das 2.400 €. Wer einen Kessel mit einem Pufferspeicher von mindestens 30 Liter je kW installiert, kann 2.900 € als Zuschuss beim BAFA beantragen. Der BAFA-Zuschuss kann mit einem Ergänzungskredit der KfW kombiniert werden. Das ermöglicht es die Heizungsumstellung auf erneuerbare Energien in Wohngebäuden komplett durch Kredit und Zuschuss zu finanzieren.

Foto: Paradigma