30 % Zuschuss zur Heizungsoptimierung

Mittwoch, Dezember 13, 2017

Alles zum Förderantrag, zur Durchführung und Kumulierung mit anderen Programmen

Neue Thermostatventile und der Hydraulische Abgleich optimieren vorhandene Heizungen

Das BAFA-Zuschussprogramm zur Heizungsoptimierung nimmt Fahrt auf.

Von Januar bis Ende November 2017 haben sich knapp 97.000 Antragsteller für den Zuschuss registriert. Ca. 63.000 Optimierer haben den Zuschuss nach Durchführung bereits abgerufen. Bezuschusst werden Leistungen im Zusammenhang mit dem Ersatz von Heizungs-Umwälzpumpen und Warmwasser-Zirkulationspumpen durch hocheffiziente Pumpen sowie ein hydraulischer Abgleich des Heizsystems. Gut zu wissen: Die Förderung kann fast jeder nutzen. Private Hauseigentümer genauso wie Unternehmen, KMU, Freiberufler, Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften und Zweckverbände, Vereine, Stiftungen, gemeinnützige Organisationen oder Genossenschaften.

Der lohnende Zuschuss von 30 % der Nettoinvestitionskosten ist derzeit eine der attraktivsten staatlichen Förderungen.

Warum? Es geht um vergleichsweise kleine Maßnahmen, die schnell angegangen werden können. Sowohl Aufwand als auch Kosten sind überschaubar. Und das ganze zahlt sich anhand sinkender Strom- und Heizkosten aus. Nach Angaben der Verbraucherzentrale, kostet der hydraulischer Abgleich für ein Einfamilienhaus im Durchschnitt zwischen 650 und 1.250 Euro. Der Preis hängt davon ab, wie viele Thermostatventile ersetzt und ob andere Anlagenteile wie etwa einzelne Heizkörper getauscht werden müssen. Heizungsoptimierung und hydraulischer Abgleich schlagen mit einem Sparpotential von etwa 110 Euro pro Jahr zu Buche. Wird außerdem eine Hocheffizienzpumpe eingebaut, können zusätzlich bis zu 130 Euro Stromkosten im Jahr gespart werden.

Erst online registrieren, dann Heizung optimieren, danach Zuschuss abrufen

Wer den Zuschuss beantragen will, muss sich vor Beginn der Heizungsoptimierung beim BAFA online registrieren. Mit Erhalt der Eingangsbestätigung und Zuteilung der persönlichen Registriernummer ist der Zuschuss fürs erste reserviert, die Heizungsoptimierung kann auf eigenes finanzielles Risiko beginnen. Das heißt, ob die Maßnahme den Förderbedingungen entspricht, prüft das BAFA erst im nach hinein. Hier sollte man im Vorfeld mit dem Heizungsbauer oder einem Energieberater die Förderfähigkeit anhand der Merkplätter und Hinweise vom BAFA nachprüfen und eine zeitnahe Umsetzung zum fristgerechten Abruf der Fördergelder vereinbaren.
Innerhalb von 6 Monaten nach Registrierung müssen die Maßnahmen umgesetzt und die Auszahlung der Fördergelder beim BAFA angefordert werden. Der dazu erforderliche Verwendungsnachweis erfolgt anhand der eingereichten  Rechnungen.  Wichtig ist, dass für die zu fördernden Maßnahmen zur Heizungsoptimierung eine separate Rechnung vom Handwerker ausgestellt wird, insbesondere wenn der Handwerker noch andere Leistungen abrechnet, die nicht gefördert werden. Denn Mischrechnungen werden vom BAFA nicht anerkannt.

Heizungsoptimierungsförderung mit anderen Förderprogrammen (Marktanreizprogramm oder KfW Energieeffizient Sanieren - Zuschuss) kombinieren

Wer als Fördergeld-Profi von der maximalen Fördersumme profitieren will, muss genau nachrechnen. Durch Kombination der Optimierungsförderung mit anderen Heizungsprogrammen, etwa von KfW und BAFA, kann die Fördersumme gegebenenfalls erhöht werden, es müssen aber immer die Kombinations- und Kumulationsbedingungen beider Förderprogramme geprüft, berücksichtigt und eingehalten werden.
Grundsätzlich ist die Kombination der Heizungsoptimierungsförderung möglich, vorausgesetzt es kommt zu keiner Doppelförderung derselben Maßnahme. Das heißt: weder der Austausch von Umwälzpumpen noch der hydraulische Abgleich inklusive begleitender Maßnahmen (z. B. voreinstellbare Thermostatventile oder Pufferspeicher) dürfen über andere Programme gefördert werden. Die Kombination ist auch möglich, wenn z. B.: der hydraulische Abgleich in den anderen Programmen (z.B. KfW-Energieeffizient Sanieren) zwar Fördervoraussetzung aber kein Fördergegenstand ist. Ein klares Kumulierungsverbot spricht das BAFA hingegen aus, wenn Optimierungsmaßnahmen gleichzeitig über das Heizungsoptimierungsprogramm und im Marktanreizprogramm, etwa mit dem Optimierungsbonus, dem Heizungspaketbonus oder einer erhöhten Förderungen für den Pufferspeicher (z. B. beim Pelletkessel), gefördert würden.

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