Photovoltaik + Speicher: Sinkende Preise und stattliche Förderung

Freitag, November 3, 2017

KfW-Speicherprogramm: Tilgungszuschuss ändern sich für Anträge ab 1.1.2018

Wohnhaus in Bonn nutzt Photovoltaik und Stromspeicher

Der Preis für kleinere Heimspeicher auf Litium-Ionen-Basis in Deutschland ist seit 2014 bereits um bis zu 60 Prozent gesunken.

Geht es nach der Internationalen Organisation für erneuerbare Energien (IRENA) werden die Preise munter weiter purzeln. Laut der neuen IRENA-Studie könnten die Kosten für Lithium-Ionen-Akkus in stationären Anwendungen bis 2030 nochmals um bis zu 66 Prozent fallen. Als Gründe für die sinkenden Kosten werden unter anderem optimierte Produktionsanlagen, eine bessere Kombination und gleichzeitige Reduktion der Werkstoffe sowie die zugleich ansteigende Lebensdauer und Leistung moderner Batteriespeicher angeführt. Als Potenzial zeigt die Studie „Electricity Storage an Renewables: Costs and Market to 2030“ auf, dass sich die Speicherkapazität bis 2030 verdreifachen könnte, sofern sich der Anteil an erneuerbaren Energien verdopple. Insgesamt könnten stationäre Speicher von heute weltweit 2 Gigawatt auf bis zu 175 Gigawatt im Jahr 2030 anwachsen und die Energiewende enorm vorantreiben.

Die private Energiewende auf dem Hausdach wird gefördert

Die sonnigen Aussichten für Sonnenstrom werden zusätzlich mit Fördergeldern vom Staat angfeuert. Wer sich für Photovoltaik auf dem Hausdach in Kombination mit einen Batteriespeicher entscheidet, kann seine Investition bis Ende 2018 über einen zinsgünstigen Förderkredit der KfW finanzieren. Die staatliche Förderung im Programm ´Erneuerbare Energien – Speicher` besteht aus zwei Teilen: dem zinsgünstigen Kredit zur Finanzierung aller Kosten für die Anschaffung, Installation und Inbetriebnahme von PV-Anlage und Batteriespeicher sowie einem zusätzlichen Tilgungszuschuss auf die Kosten für den Batteriespeicher

Tilgungszuschuss ändern sich für Anträge ab 1.1.2018

Der Tilgungszuschuss wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) finanziert und Beträgt aktuell 13 %. Ab 1. Januar 2018 wird der Tilgungszuschuss gesenkt und beträgt dann bis zum Programmende am 31. Dezember 2018 dauerhaft 10 %. Beantragt wird der Kredit vor Baubeginn bei einer frei wählbaren Hausbank. Die Verrechnung des Tilgungszuschusses kann nach Abschluss der Arbeiten angefordert werden und senkt den noch offenen Kreditbetrag.

TIPP: Was es bei der Planung, Installation und Wartung von Batteriespeichern im Haushalt zu beachten gibt, zeigt das Video der EnergieAgentur.NRW anhand eines Einfamilienhauses in Bonn.
> zum Film auf Youtube

Film / Abb.: EnergieAgentur.NRW