Heizen mit Sonne, Holz, Umweltwärme und Bio

Donnerstag, Dezember 11, 2014

Baden-Württemberg verschärft sein Erneuerbare-Wärme-Gesetz

Heizen mit Sonne, Holz, Umweltwärme und Bio

Im Erneuerbare-Wärme-Gesetz wird die Landesregierung in Baden-Württemberg die Auflagen für private Hausbesitzer verschärfen und des Gesetz auf Nichtwohngebäude von Industrie und Handel erweitern.

Wer eine neue Heizung einbaut, muss derzeit 10 % der Wärme aus erneuerbaren Energien beziehen. Dieser Anteil soll nun auf 15 % angehoben werden. Das Mindestziel kann durch verschiedene Maßnahmen erreicht werden. Ein vorliegender Sanierungsplan oder die Dämmung von Kellerdecken oder Dach werden angerechnet. Beim Heizen wird neben Solarthermie, auf die ganze Bandbreite der Erneuerbaren Energien gesetzt: Holz- und Pellet, Bioöl und Biogas oder Umweltwärme.

Die Novelle wird frühestens zum 1. Juli 2015 in Kraft treten. Kritiker befürchten bereits, dass Eigentümer anstehende Sanierungen aufgrund der höheren Auflagen herauszögen könnten. Die L-Bank stellt zur Finanzierung zinsverbilligte Kredite bereit. Über seine Förderung könne die Landesbank Investitionen in Höhe von rund 8,5 Mrd. € absichern.

Bereits 2007 hatte Baden-Württemberg als erstes Bundesland ein Erneuerbare-Wärme-Gesetz beschlossen. Ziel ist es, den CO2-Ausstoß bis 2020 im Vergleich zu 1990 um 25 und bis 2050 um 90 % zu verringern. Im Bundesland entstehen ein Drittel der CO2-Emissionen durch Heizung und Warmwasseraufbereitung der insgesamt über 2,35 Mio. Wohngebäude.

Foto: Lupo I pixelio.de