Neustart des bayerischen 10.000 Häuserprogramms

Freitag, April 7, 2017

Förderanträge für Heizanlagen, Lüftungsanlagen und Stromspeicher ab 12. April wieder möglich

Neustart des bayerischen 10.000-Häuser-Programms

Die Heizsaison geht zu Ende und nahtlos in die „Heizungstauschsaison“ über. Und die lohnt sich auch 2017 besonders in Bayern. Dank dem landeseigenen 10.000-Häuser-Programm können private Hauseigentümer zusätzlich zu den staatlichen Zuschüssen von KfW oder BAFA mit einem lohnenden Zuschuss vom Freistaat rechnen.

Das Programm ist mit Beginn des Monats April wieder aktiv, das Antragsportal wird ab 12. April freigeschaltet.

Für eine geplante Heizungsmodernisierung kommt der Programmteil HeizungstauschPlus in Frage. Wer seine alte Heizung tauscht, die mindestens 25 aber unter 30 Jahre in Betrieb ist, kann den HeizanlagenBonus beantragen. Je nach neuer Heizanlage gibt Bayern 500 € bis 2.000 € dazu, insgesamt 5.000 Heizungsmodernisierer will der Freistaat in diesem Jahr unterstützen.

Die aktuellen Zuschüsse im Überblick:

  • 500 € für Öl- oder Gas-Brennwertkessel (von vormals 1.000 € gesenkt)
  • 1.000 € für Biomassekessel, KWK-Anlage, Wärmepumpen (neu!)
  • zusätzlich 500 € für die Kombination mit solarer Warmwasserbereitung
  • zusätzlich 500 € für die Kombination mit solarer Heizungsunterstützung
  • 1.000 € LüftungsanlagenBonus (neu!)
  • 1.000 € BatteriespeicherBonus (neu!)

Neu: Wärmepumpen, Lüftungsanlagen und PV-Speicher ins Programm aufgenommen

Die Kürzung für die beliebten und in der Anschaffung kostengünstigen Gas- und Öl-Brennwertheizungen macht die Landesregierung mit neuen Fördertatbeständen wieder wett. Neu ist der Zuschuss für den Einbau von energieeffizienten Wärmepumpen, sowohl gasbetriebene als auch Kompressionswärmepumpen. Letztere allerdings mit Ausnahme von Luft-/Wasser-Systemen oder Luft-/Luft-Systemen.
Neben Wärmepumpen werden nun auch Lüftungsanlagen und PV-Stromspeicher mit einem Zuschuss bedacht. Der LüftungsanlagenBonus kann für den Einbau einer zentralen oder dezentralen Lüftungsanlage beantragt werden. Das ist vor allem bei sehr gut gedämmten Gebäuden mit luftdicht ausgeführter Gebäudehülle sinnvoll und wird in diesem Programm gezielt bei einer Nachrüstung gefördert.
Wer seine bereits installierte oder neue Photovoltaik-Anlage mit einem elektrischen Batteriespeicher kombiniert, kann den erzeugten Strom nicht nur zum Eigenverbrauch im Haus speichern, sondern auch einen Zuschussantrag auf den neuen BatteriespeicherBonus stellen. Die installierte Leistung der PV-Anlage muss dabei mindestens 3,5 kWp betragen, der Speicher eine nutzbare Mindestkapazität von 8,5 kWh aufweisen.

Förderantrag vor Beauftragung des Heizungsbauers stellen

Um den gewünschten Zuschuss zu erhalten, muss der Online-Antrag vor Maßnahmenbeginn gestellt werden. Unter www.EnergieBonus.Bayern.de finden Hauseigentümer alle erforderlichen Informationen zur Förderung, zur Antragstellung und zum Abruf der Förderung nach Heizungseinbau. Augenmerk: Im 10.000-Häuser-Programm gilt bereits die Erteilung eines den Heizungstausch betreffenden Lieferungs- oder Leistungsauftrags als Maßnahmenbeginn. Demnach gilt: Erst Angebot einholen und damit zuerst alle Fördergelder beantragen. Den Heizungsbauer mit der Ausführung der Arbeiten erst nach Vorliegen der Fördergeldbescheide beauftragen.
Wer den HeizanlagenBonus, den LüftungsanlagenBonus oder den BatteriespeicherBonus beantragt, kann zusätzliche, vor allem staatliche Fördergelder beim BAFA oder bei der KfW beantragen, i.d.R. sogar vollumfänglich und ohne jegliche Förderkürzung. Ausgenommen sind von der KfW geförderte Brennstoffzellenheizungen, die nicht zusätzlich über den Heizungstausch Plus gefördert werden.

Foto: © Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie