Kommunale Netzwerke Richtlinie in Kraft getreten

Dienstag, Januar 10, 2017

Zuschüsse für Energieanalysen öffentlicher Abwasseranlagen, Energieeffizienz-Netzwerke, Sanierungskonzepte und Neubauberatungen

Zuschüsse für Energieanalysen öffentlicher Abwasseranlagen, Energieeffizienz-Netzwerke sowie Sanierungskonzepte und Neubauberatungen für Nichtwohngebäude.

Zum 1. Januar 2017 trat die novellierte „Kommunale Netzwerke Richtlinie“ in Kraft, die Kommunen bei Aktivitäten zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen und des Ressourcenverbrauchs unterstützen soll.

Das Bundesumweltministerium übernimmt nun die Zuständigkeit für die Förderung aus dem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) des Bundeswirtschaftsministeriums und erweitert Richtlinie und Förderung um das Thema Ressourceneffizienz. Förderanträge können für Beratungen und Netzwerke in Bezug auf Kommunale Gebietskörperschaften, deren Eigenbetriebe, kommunale Zweckverbände, Unternehmen mit mehrheitlich kommunalem Hintergrund sowie gemeinnützige Organisationsformen gestellt werden. Bezuschusst werden dabei die 3 Schwerpunkte: Energieanalysen von öffentlichen Abwasseranlagen, Energieeffizienz- und Ressourcenefizienz-Netzwerke sowie Sanierungskonzepte und Neubauberatungen für Nichtwohngebäude.

30 % Beratungs-Zuschuss für Energieanalysen öffentlicher Abwasseranlagen

Förderfähig sind alle mit der Energieanalyse von öffentlichen Abwasseranlagen verbundenen Ausgaben für Beraterhonorare. Der Zuschuss beträgt bis zu 30 % der förderfähigen Kosten, maximal 30.000 €. Die Energieanalyse muss für die Förderung den Anforderungen des Arbeitsblattes DWA-A 216 „Energiecheck und Energieanalyse – Instrumente zur Energieoptimierung von Abwasseranlagen“ entsprechen.

50 bis zu 100% Zuschuss für Energieeffizienz- und Ressourceneffizienz-Netzwerke

In der Gewinnungsphase von Kommunen und/oder Verwaltungseinheiten der Landkreise sind alle notwendigen und angemessenen Sachausgaben zur Gewinnung von Netzwerkteilnehmern bis zu 100 % der förderfähigen Ausgaben förderfähig, höchstens jedoch bis zu 3.000 € pro Netzwerk-Projekt.
In der Netzwerkphase beträgt der Zuschuss im ersten Förderjahr bis zu 70 % der förderfähigen Kosten, maximal 20.000 € pro Netzwerkteilnehmer, in den Folgejahren bis zu 50 %, maximal 10.000 € pro Netzwerkteilnehmer.

80% Beratungs-Zuschuss für Sanierungskonzept und Neubauberatung für Nichtwohngebäude

Gefördert werden Energieberatungen zur Erstellung eines energetischen Sanierungskonzepts von Nichtwohngebäuden in Form eines Sanierungsfahrplans, einer umfassenden Sanierung oder einer Neubauberatung für Nichtwohngebäude. Die Zuschuss-Förderung beträgt bis zu 80 % der förderfähigen Kosten, maximal 15.000 €, plus zusätzlich 500 € bei Präsentation des Beratungsberichts in Entscheidungsgremien. Der Antragsteller hat dabei die Möglichkeit, mehrere Beratungen an verschiedenen Objekten bei demselben Beratungsempfänger durchzuführen.

www.bafa.de/DE/Energie/Energieberatung/Kommunale_Energieberatung_Netzwerke

Foto: © Cristine Lietz - pixelio.de