Bauherren setzen verstärkt auf Erneuerbare Energien

Mittwoch, August 3, 2016

BAFA-Zuschüsse für Wärmepumpen und Biomasse auch im Neubau.

BAFA-Zuschüsse für Wärmepumpen und Biomasse auch im Neubau.

Im letzten Jahr wurden knapp 106.000 Wohngebäude fertiggestellt. In 61,5 % der Wohngebäude sind Heizungsanlagen installiert worden, die erneuerbare Energien verwenden. Mehr als 38 % der Neubauten werden nur mit Erneuerbaren Energien beheizt. Das hat nun das Statistischen Bundesamts veröffentlicht. Nimmt man alle erneuerbare Energien Heizungen zusammen, liegen die somit auf Platz 2 der primären Energiequellen hinter Gas, das in 51,5 % der 2015 fertiggestellten Neubauten für die Heizung eingesetzt wird. Weitere Energiequellen wie Fernwärme, Öl oder Strom erreichten zusammen knapp 10 %.

Werden Wohnungsneubauten primär mit erneuerbaren Energien beheizt, kommen vor allem Luft/Wasser- oder Wasser/Wasser-Wärmepumpen zum Einsatz. Das macht knapp 64 % aus, die zum Heizen Umweltwärme nutzen. Erdwärmepumpen haben einen Anteil von 18,6 %. Während Gasheizungen häufig (ca. 27 %) mit Solarthermie zur Heizungsunterstüzung kombiniert werden, kommen zur Unterstützung von Wärmepumpen auch gern Holzheizungen zum Einsatz. So wurden ca. 30 % der installierten Luft- und Wasserwärmepumpen und ca. 10 % der Erdwärmepumpen durch Holzheizungen ergänzt.

Im Rahmen der Innovationsförderung vergibt das BAFA Zuschüsse auch an Bauherren.

BAFA-Zuschüsse für Wärmepumpen und Biomasse gibt es auch im Neubau. Sollte etwa eine Wärmepumpe im Neubau errichtet werden und diese eine hohe Jahresarbeitszahl aufweisen oder eine verbesserte Systemeffizienz nach den BAFA-Kriterien besitzen, dann sollte dafür auch ein Förderantrag beim BAFA gestellt werden. Hier gelten die Basisfördersätze des Gebäudebestandes, d.h. 1.300 € Zuschuss  oder sogar 1.500 € für eine Luft-Wärmepumpe oder 4.500 € Zuschuss für eine Erdwärmepumpe. Im Gegensatz zu Modernisierern müssen Bauherren den Förderantrag allerdings vor Baubeginn einreichen.

Foto: © K. Wernicke