Bald höhere Zuschüsse zum Einbruchschutz?

Mittwoch, Mai 4, 2016

Die Koalition plant eine Erhöhung der Zuschüsse und das Herabsetzen der Mindestinvestition

Bald höhere Zuschüsse für Einbruchschutz?

In einem Entwurf sehen die geschäftsführenden Vorstände der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD vor, das bisherige Förderbudget fürs „Präventionsprogramm Einbruchsicherung“ von derzeit 30 Millionen Euro aufzustocken. 

Hausbesitzer und Mieter sollen die Zuschüsse zukünftig bereits bei kleineren Investitionen erhalten. Da die Kosten für bauliche Maßnahmen zum Einbruchschutz bei Wohnungen und Eigenheimen oftmals unter der Mindestinvestitiongrenze von 2.000,- € liegen, plant die Koalition diese voraussichtlich zum Januar 2017 abzusenken. Ebenfalls wird beabsichtigt, den Zuschuss von derzeit 10 % anzuheben. Hier ist die Verdopplung auf bis zu  20 % im Gespräch.

Förderung gibt es im KfW-Programm Altersgerecht Umbauen -  Investitionszuschuss. 

Eigentümer und auch Mieter können vor Durchführung der Sicherungsmaßnahmen 10 % der förderfähigen Kosten und damit bis 1.500,- € Zuschuss pro Wohneinheit ausschließlich für Maßnahmen zum Einbruchschutz beantragen. Eigentümer können die Investitionen alternativ auch über einen KfW-Kredit zum Zinssatz von derzeit 0,75 % finanzieren.

Die Förderung gibt es unter anderem für:

  • TÜREN:  Einbau einbruchhemmender Haus- und Wohnungseingangstüren , für die Nachrüstung von Türen mit Türzusatzschlössern, Querriegelschlösser  mit oder ohne Sperrbügel und den Einbau von Türspionen
  • FENSTER: die Nachrüstung von Fenstern mittels aufschraubbare Fensterstangenschlösser, drehgehemmte Fenstergriffe, Bandseitensicherungen, oder Pilzkopfverriegelungen und den Einbau einbruchhemmender Gitter und Rollläden
  • TECHNIK: Kamerasysteme, Panikschalter, Personenerkennung an Haus- und Wohnungstüren, intelligente Türschlösser, (Bild-)Gegensprechanlagen, Bewegungsmelder, Beleuchtung

Mehr zum Zuschuss oder zum Kreditprogramm der KfW-Bank.

Foto: © Christoph Droste - www.pixelio.de