EU-Fördermittel für mehr Energieeffizienz in brandenburgischen Firmen

Dienstag, April 19, 2016

Brandenburg legt sein Förderprogramm RENplus neu auf.

Fördermittel aus EU-Töpfen für mehr Energieeffizienz in brandenburgischen Firmen

Mit der neuen Richtlinie des Förderprogramms RENplus will das Land Brandenburg heimische Unternehmen motivieren, den Bereich Energieeffizienz dauerhaft im Auge zu behalten.

Auch was die energetischen Einsparmöglichkeiten bei öffentlichen Gebäuden angeht, gebe es noch enorme Potentiale - die die oft finanzschwachen Landkreise und Kommunen nicht ohne Unterstützung nutzen können, erklärte Wirtschafts- und Energieminister Albrecht Gerber zum Start des neu aufgelegten Förderprogramms der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB).

65 Millionen Euro stehen ab sofort zur Verfügung

Das neue RENplus-Programm ist das zentrale Instrument, um Brandenburgs Unternehmen und Gebietskörperschaften energieeffizienter und damit auch umweltschonender zu machen. Das Ministerium hat dafür das Budget von 25 Millionen Euro in der vergangenen Förderperiode (2007- 2013) auf nun 115 Millionen Euro aufgestockt. Davon stammen rund 92 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und etwa 23 Millionen Euro sind Landesmittel. 65 Millionen Euro stehen in der RENplus-Richtlinie ab sofort zur Verfügung. 50 Millionen Euro sind für die Förderung von Speicher-Projekten reserviert. Diese Richtlinie muss aber noch bei der EU notifiziert werden. 

Mögliche Förderquote von 80 Prozent

Die in Kraft gesetzte RENplus-Richtlinie umfasst insgesamt 20 Fördertatbestände. Gefördert werden unter anderem Energieeffizienzmaßnahmen in technischen Prozessabläufen in Unternehmen, die Nutzung erneuerbarer Energien in öffentlichen Gebäuden oder Nichtwohngebäude im Passivhausstandard. Auch die Einführung intelligenter Nieder- und Mittelspannungsverteilersysteme bei Stadtwerken oder Strategien zur Minderung des CO2-Ausstoßes wie regionale und kommunale Energiekonzepte sind förderfähig. Der Fördersatz beträgt bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Um die Förderfähigkeit eines Projektes schon frühzeitig einschätzen zu können, wurde für verschiedene Fördertatbestände eine Beratungspflicht vor der Antragstellung eingeführt.

www.ilb.de/de/infrastruktur/zuschuesse

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