Steuerbonus auf Kosten des Handwerkerbonus

Montag, Februar 2, 2015

Haus & Grund gegen Kappung der steuerlichen Förderung haushaltsnaher Handwerkerleistungen

Steuerbonus auf Kosten des Handwerkerbonus

Geht es nach der Regierung, könnten die Ausgaben, für Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Einsatz erneuerbarer Wärme im Wohngebäude, zukünftig über 10 Jahre hinweg steuerlich abgeschrieben werden.

Der Haken an der Sache: 
Im Gegenzug sind dafür Einschnitte bei der Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen geplant. Momentan können alle Handwerkskosten bis zu 6.000 € von der Steuer abgesetzt werden. Die Steuerersparnis beträgt 20% der Arbeitskosten, somit bis zu 1.200 €. Laut einem Papier des Bundeswirtschafts- und des Bundesfinanzministeriums gibt es Pläne, wonach der Fördersatz auf nur noch 15 % und der Höchstbetrag auf maximal 900 € gesenkt werden sollen. Mit dem eingesparten Geld sollen die Steuervergünstigungen für die Gebäudesanierung finanziert werden.

Hände weg vom Handwerkerbonus! 
Das fordert Haus & Grund, als Hauseigentümerverband, mit über 900.000 Mitgliedern deutschlandweit. „Der Handwerkerbonus ist ein wirksames Mittel, um Schwarzarbeit zu bekämpfen. Er hilft zudem Hauseigentümern und Mietern, kleinere Reparatur- und Wartungsarbeiten im Haus und in der Wohnung zu finanzieren.So Haus & Grund-Präsident Rolf Kornemann. „Auch der Steuerbonus für Gebäudesanierungen ist wichtig und richtig – allerdings nicht zu Lasten der Förderung haushaltsnaher Handwerkerleistungen.“

Die Steuerförderung der Gebäudesanierung könne demnach locker durch Mehreinnahmen aus Steuergeldern finanziert werden. Kornemann wies darauf hin, dass Bund, Länder und Kommunen laut Steuerschätzung 2019 bis zu 120 Milliarden € mehr Steuern einnehmen werden als noch 2014.

Foto: Rainer Sturm I pixelio.de