Energieeffiziente Gebäude - Bayern will Vorreiter werden

Dienstag, August 12, 2014

„Die Heiztechnik wird immer effizienter, die Heizungen dennoch immer älter.“

Energieeffiziente Gebäude - Bayern will Vorreiter werden

Das brachte bereits die Shell BDH Hauswärme-Studie auf den Punkt: Nur 20 % aller deutschen Heizanlagen seien demnach auf dem aktuellen Stand der Technik. „Mit den heute zur Verfügung stehenden Technologien ist es bei Einfamilienhäusern, je nach Haus und Modernisierung möglich, bis zu 50 % der Energie einzusparen“, erklärt Bernhard Steppe, Geschäftsführer von Wolf, einer der führenden Heizungshersteller Deutschlands. Bis zu 13 % des gesamten deutschen Energieverbrauchs könnten so bereits im nächsten Jahr eingespart werden. Dafür bedarf es allerdings verbesserter politischer Rahmenbedingungen. Grund: Modernisierungsvorhaben stehen und fallen  mit den finanziellen Mitteln jedes Einzelnen. Die anfänglich hohen Investitionskosten können viele nicht stemmen.

Förderungen helfen dabei Modernisierungen umzusetzen!
Hauseigentümern können bereits auf eine Vielzahl von Investitionszuschüssen oder zinsgünstigen Förderkrediten zurückgreifen. Mit einer Reduzierung und Vereinfachung der Förderprogramme, der steuerlichen Absetzbarkeit von Sanierungsmaßnahmen und einem neuen Marktanzreizprogramm könnte vielen geholfen werden. Anreize für energetische Sanierungen versprach kürzlich Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer. Er kündigte an, sich im Bund erneut für diese Forderungen einzusetzen. „Und wenn wir damit scheitern, müssen wir eben überlegen, ob Bayern ein eigenes Programm auflegt. Wir sind durchaus bereit, dafür Geld in die Hand zu nehmen“, so Seehofer.

Foto: Lupo I pixelio.de