Neues MAP startet am 1. April 2015

Dienstag, März 31, 2015

Das mit über 300 Mio. € ausgestattete „Marktanreizprogramm“, kurz MAP wurde neu aufgesetzt und wartet ab dem 1. April 2015 mit höheren Zuschüssen und weiteren Anpassung auf - wofür es steht und was es fördert

Neues MAP startet am 1. April 2015

„Die Energiewende beginnt im Heizungskeller“ - Heizung und Warmwasser machen 40 % des Energieverbrauchs in Deutschland aus. Sie produzieren ein Drittel der CO2-Emissionen. Der Einsatz Erneuerbarer Energien kann das ändern. Ihr Anteil am Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte liegt allerdings derzeit bei mageren 9,9 %. Mit dem MAP fördert der Bund private, gewerbliche und kommunale Investitionen in Heizungsanlagen, in größere Heizwerke die erneuerbare Energien nutzen und in Wärmenetze, die erneuerbar erzeugte Wärme verteilen. Allein im vergangenen Jahr wurden über das BAFA rund 56.000 neue Heizungsanlagen bezuschusst, die KfW hat 2014 rund 2.600 Förderanträge bewilligt. Seit 2000 wurden insgesamt mehr als 1,5 Millionen Anlagen über das Marktanreizprogramm gefördert.

Das MAP besteht aus zwei Teilen:

» Teil 1: Zuschüsse des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für kleinere Anlagen in Privathaushalten, Kommunen und in Unternehmen. Darunter fallen Solarthermiekollektoren auf dem Dach, Pelletheizungen im Keller und effiziente Erdsonden im Garten für die Wärmepumpe im Haus.

» Teil 2: Zinsgünstige Darlehen und Tilgungszuschüsse durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für große und gewerbliche Anlagen – diese können beispielsweise Wäschereien, Hotels oder kommunale Eigenbetriebe in Anspruch nehmen, die in erneuerbare Prozesswärme investieren, Biomasse-Heizkraftwerke oder dafür ausgelegte Wärmenetze errichten. Auch für Kommunen ist das Kreditprogramm zugängig.

Die wichtigsten Zuschüsse im Überblick

Wer die Energie aus Sonne, Umwelt oder Holz nutzt, spart selbst langfristig an den eigenen Energiekosten. Der Umstieg lohnt sich allemal, zukünftig günstig und umweltfreundlich Heizen, ganz unabhängig von den immer knapper werdenden fossilen Energieträgern. Auch die Erweiterung einer vorhandenen Heizung mit Solar ist eine Option die bares Geld und CO2 spart.
Hausbesitzer, Kommunen und Unternehmen, die auf moderne Heizungen mit erneuerbaren Energien umstellen wollen, können sich nun auf deutlich höhere Investitionszuschüsse für Solar- und Biomasseanlagen freuen. Die wurden im Schnitt um 600 € aufgestockt. Neu ins Förderprogramm aufgenommen: Solarkollektoranlagen zur reinen Warmwasserbereitung ab einer Kollektorfläche von 3 m². Das MAP gewährt Basisförderbeträge, je nach Leistung oder Größe der Anlage. Wer bestimmte Kriterien einhält, kann die Basisförderung um verschiedene Boni aufstocken.

Foto: Andreas Hermsdorf I pixelio.de