Neubaukompass für die Heizung

Donnerstag, März 12, 2015

Die EnEV-Anforderungen ab 2016 sind für moderne Erdgas-Technologien kein Problem.

Neubaukompass für die Heizung

Zum 1. Januar 2016 werden die energetischen Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) an Neubauten um 25 % verschärft. Das Institut für Technische Gebäudeausrüstung (ITG) hat im Auftrag der Brancheninitiative Zukunft ERDGAS untersucht, mit welchen Technologien sich die neuen Anforderungen zu welchen Kosten erfüllen lassen. Im Neubaukompass sind die Ergebnisse übersichtlich zusammengefasst. Der Nebaukompass vergleicht Kosten und Nutzen verschiedener Heizsysteme, mit denen sich die verschärften Anforderungen der EnEV 2016 im Neubau erfüllen lassen. Er soll Planern, Architekten, Handwerkern und Bauherren als wichtige Orientierungshilfe für klimaschonendes und kostengünstiges Heizen im Neubau dienen.

Die erhöhten EnEV-Anforderungen ab 2016 sind für die modernen und innovativen Erdgas- Technologien kein Problem.

In einem typischen Neubau können auch die neuen EnEV-Grenzwerte mit allen marktgängigen Heiztechnologien erfüllt werden“, sagte Dr. Timm Kehler, Vorstand von Zukunft ERDGAS. Das liege nicht zuletzt daran, dass rund zwei Drittel der Neubauten in Deutschland bereits heute als KfW-Effizienzhaus 70 oder besser errichtet würden. Sie seien damit energetisch bereits heute besser, als es die EnEV 2016 fordere. Lediglich ein Drittel der Neubauten werde überhaupt von den neuen Grenzwerten betroffen sein. Auch hier aber bleibe die freie Wahl der Heiztechnik erhalten: „Egal ob Brennwert und Solar, Pelletkessel, Elektrowärmepumpe oder innovative Heizlösungen wie eine Strom erzeugende Heizung: Die EnEV 2016 schließt keine dieser Technologien aus“, so Kehler. „Es gibt keine richtige oder falsche Heiztechnologie. Jeder sollte das System wählen, das am besten zu seinen spezifischen Bedürfnissen passt."

Die Günstigste

Beim Vergleich der Investitionskosten, Verbrauchskosten und Betriebskosten zu den Jahresgesamtkosten zeigt die Studie: Erdgas-Brennwert plus Solar stellt derzeit die günstigste Heizoption im Neubau dar. Demnach setzt bereits heute jeder zweite Bauherr auf Erdgas und Solar.

Die Sparsamste

Die im Vergleich mit Abstand niedrigsten Heizkosten bietet die Brennstoffzellenheizung. Diese erdgasbetriebene Lösung erfordert allerdings gleichzeitig die derzeit höchsten Investitionskosten. Die dezentrale und hocheffiziente Erzeugung von Wärme und Strom leistet einen wichtigen Beitrag zur klimaschonenden Energieversorgung. Einige Bundesländer fördern den Einsatz und die Verbreitung dieser Technologie.

 

Pressebild I Zukunft ERDGAS e.V.