Mieterstromzuschlag soll noch in 2017 eingeführt werden

Montag, Mai 22, 2017

Mieterstrom soll sich dank Förderbonus für Mieter und Vermieter auszahlen

Mieterstromzuschlag soll noch in diesem Jahr eingeführt werden

Bisher profitieren vor allem Eigenheimbesitzer von PV-Strom ihrer Photovoltaikanlage auf dem Hausdach. Das soll sich nun ändern: Mit der gezielten Förderung von Mieterstrom-Modellen sollen auch die Mieter ins Boot geholt werden.

Bundestagsabgeordnete Brigitte Zypries erklärt: "Wenn beispielsweise ein Vermieter eine Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert hat, kann er den so erzeugten Strom an seine Mieter liefern. Das ist zwar auch heute möglich, rechnet sich aber für die meisten Vermieter nicht. Diese Lücke schließen wir jetzt, in dem wir einen Mieterstromzuschlag einführen."

Der geplante Mieterstromzuschlag

Ende April hat der vom BMWi vorgelegte Gesetzentwurf zur Förderung von Mieterstrom das Bundeskabinett passiert. Läuft alles wie geplant, will die Regierung den neuen Fördertopf noch in diesem Jahr bereitstellen.

Gefördert wird dann Mieterstrom, der in einem BHKW oder in einer PV-Anlage auf dem Dach eines Wohngebäudes erzeugt und vor allem an die Mieter des Hauses geliefert wird. Der ausbezahlte Mieterstromzuschlag liegt voraussichtlich zwischen 3,8 Cent/kWh und 2,75 Cent/kWh und hängt von 2 Größen ab. Zum einen von der Größe der Solaranlage und zum anderen vom gesamten Photovoltaik-Zubau. Der nicht im Haus verbrauchte Strom wird ins Netz eingespeist und vergütet.
Der Gesetzentwurf trifft neben dem Mieterstromzuschlag an sich auch Vorgaben an Vertragslaufzeiten, ein Verbot der Kopplung mit dem Mietvertrag und einer Preisobergrenze für Mieterstrom.

Wer einen Blick in den Gesetztesentwurf wagen will, wird hier fündig:  http://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/E/entwurf-mieterstrom.html
 Für Ihr Vorhaben in Frage kommende PV-Förderungen finden Sie über die kostenlose Fördermittel-Auskunft

Foto: © Klaus-Uwe Gerhardt - pixelio.de