KFW-Bilanz sollte zu mehr Klimaschutz motivieren

Mittwoch, Februar 18, 2015

Das Deutsche Energieberater-Netzwerk kommentiert

KFW-Bilanz sollte zu mehr Klimaschutz motivieren

Als wichtiger Teamplayer für energieeffiziente Bau- und Modernisierungsvorhaben beraten die 700 Ingenieuren, Architekten und Technikern des Deutschen Energieberater-Netzwerks (DEN) e.V. neutral und unabhängig. Zum Arbeitsalltag gehört es dabei auch, die Förderungen für ihre Kunden im Blick zu haben.

„Mit einem Fördervolumen von insgesamt 74 Mrd. € im Jahr 2014 hat die Bankengruppe ihre internationale Spitzenstellung bewiesen. Das ist erfreulich und verdient Anerkennung“, sagt der Vorsitzende des DEN, Dipl.-Ing. Hinderk Hillebrands. „Gleichzeitig stellt man im Förderbereich ‚Umwelt‘ aber auch signifikante Rückgänge fest“, ergänzt die DEN-Vorstandssprecherin, Dipl.-Ing. Marita Klempnow. So sei das Fördervolumen nach Angaben der KFW auf 8,2 Mrd. € gesunken (2013: 10,3 Mrd. €). Einbußen verzeichnete 2014 auch die Programmgruppe „Energieeffizient Bauen und Sanieren“. Insbesondere der Bereich der Kredite für Gebäudesanierungen mit 3,5 Mrd. € (2013: 3,9 Mrd. €; 2012: 4,2 Mrd. €) ist weiterhin rückläufig.

„Diese Zahlen sind Ergebnis einer massiven und zunehmenden Verunsicherung und Überforderung von Bauherren, wenn es um energetische Sanierungen von Bestandsgebäuden geht. Hier zeigt nicht nur ein steigender bürokratischer Aufwand seine Wirkung, sondern auch Negativ-Kampagnen in den Medien“, ist Marita Klempnow überzeugt. Die im Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) anvisierte Stärkung der neutralen und qualitätsgesicherten Energieberatung werde ab März 2015 durch die Erhöhung der Zuschüsse für die Vor-Ort-Energieberatung beim BAFA im ersten Schritt umgesetzt. Beste Voraussetzung um die energetischen Sanierungsmaßnahmen mit einem qualifiziertesten Sanierungsfahrplan anzugehen. "Auch die im Januar 2015 erfolgte Anpassung der KfW-Förderkonditionen für Effizienzhäuser mit 5 % mehr Tilgungszuschüssen ist ein sehr wichtiges Signal der Politik an die Eigentümer." so Hillebrandts.  Ein weiteres fehlt nach wie vor: Eine spürbare steuerliche Abschreibungsmöglichkeit für solche Maßnahmen. Beim Handwerkerbonus sollte man deshalb nicht kürzen.

Foto: Lupo I pixelio.de