Ist Steuern sparen die beste Förderung?

Mittwoch, August 14, 2019

Heizungsmodernisierung auf den Prüfstand

Steuern sparen oder Zuschuss

57 % (rund 12 Millionen Anlagen) der ca. 21 Millionen in Deutschland installierten Heizungen sind unzureichend effizient. Das ist das zentrale Ergebnis der Erhebungen, die der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV) und der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) jährlich durchführen.

 "Jede zweite Heizungsanlage in Deutschland ist älter als 20 Jahre. Ab einem Alter von 15 Jahren gilt ein Heizkessel als energetisch ineffizient", erläutert Oswald Wilhelm, Präsident des ZIV. Demgegenüber stehen gerade einmal rund 4,7 Millionen Brennwertanlagen, die dem Stand der Technik entsprechen. Das entspricht einem Anteil von 23 % am Gesamtbestand. Weitere 20 % der Anlagen gelten als effizient und koppeln zugleich erneuerbare Energien ein. Dies trifft auf rund 0,8 Millionen Biomassekessel, auf ca. eine Million Wärmepumpen sowie rund 2,3 Millionen Brennwertgeräte in Kombination mit einer solarthermischen Anlage zu.

Verbände fordern steuerliche Förderung

"Die Politik muss jetzt handeln und den Wärmemarkt stärker adressieren, um die Bürgen zu mobilisieren, sich aktiv an der CO2-Minderung und dem Klimaschutz zu beteiligen". kommentiert BDH-Präsident Uwe Glock.
Laut Klimaschutzplan der Bundesregierung müssen die Treibhausgasemissionen im Gebäudesektor von 119 Mio. Tonnen (Referenzjahr 2014) bis zum Jahr 2030 auf 72 Millionen Tonnen reduziert werden. "Technisch ist dies möglich, es fehlt jedoch an geeigneten Rahmenbedingungen. Die heute verfügbaren Heizungstechnologien ermöglichen dieses Ziel, es bedarf jedoch umfassender Fördermaßnahmen unter Beibehaltung der Technologieoffenheit." so Glock. Gemeinsam mit Verbänden wie BDI, bdew, dena, DGB, ZDH plädiert der BDH seit langem für eine technologieoffene steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung ergänzend zum Marktanreizprogramm und zu den KfW-Programmen. Der psychologische Effekt des Steuersparens ist nach Auffassung der Verbände ein unvergleichlich starker Hebel und schafft eine große Motivation zur Nutzung des Instruments.

Die Heizungsmodernisierung wird schon heute gut gefördert

Die derzeit verfügbaren staatlichen Zuschüsse können sich durchaus sehen lassen. 10 bis zu 15 % der Kosten für Kauf und Einbau gibt die KfW als Zuschuss für moderne Brennwertheizungen dazu. Das sind durchschnittlich 1.300 € Zuschuss zum Heizungstausch. Für eine Solaranlage zur Heizungsunterstützung können 2.500 € als Zuschuss beim BAFA beantragt werden. Gegebenenfalls kommen sogar weitere Förderboni hinzu oder zusätzliche Förderungen vom Land oder der Stadt in Frage.

Wer die Zuschüsse nutzen will, muss sich vor Beginn der Modernisierung um den Förderantrag kümmern und die Förderbedingungen im Blick haben. Unterstützung beim Förderantrag und beim Abruf der Fördergelder gibt es im Förderservice der febis Service GmbH. Versierte Fördergeld-Berater beantragen hier die Förderungen für über 7.000 Heizungsmodernisierungen im Jahr.

http://foerderdata.de/heizung/foerderservice-heizung/angebot

Förderhotline: 06190 / 92 63 - 433

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