Hybridheizungen können künftig einen wichtigen Beitrag leisten

Donnerstag, November 17, 2016

Adrian Willig vom IWO zum Klimaschutzplan 2050

Hybridheizungen können künftig einen wichtigen Beitrag leisten

Das Bundeskabinett hat in der vergangenen Woche den Klimaschutzplan 2050 beschlossen. Der im Vorfeld viel diskutierte Plan enthält anspruchsvolle Ziele für den Gebäudebestand. Die geplante Emissionseinsparung im Gebäudebestand wurde bei 66 Prozent im Vergleich zu den Emissionen im Jahr 1990 festgelegt, und liegt damit höher als die Einsparziele von Energiewirtschaft, Industrie, Verkehr und Landwirtschaft. Das heißt im Klartext: Die im Jahr 1990 durch Gebäude verursachten 290 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen sollen auf ca. 70 Millionen Tonnen im Jahr 2030 reduziert werden. Dazu können Hybridheizungen auf Basis von Heizöl- oder Gas, kombiniert mit Erneuerbaren Energien wie Sonnenwärme, Holz- und Pellet oder als Mini-BHKW, auch künftig einen großen Beitrag leisten.

Adrian Willig, Geschäftsführer des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO) dazu:

"Klimaschutz im Wärmemarkt funktioniert nur, wenn er für die Bürger bezahlbar bleibt. Effiziente Ölheiztechnik sorgt bereits heute für weniger Treibhausgasemissionen und ermöglicht vielen Hausbesitzern einen bezahlbaren Einstieg in die Energiewende. Zudem ist eine Brennwertheizung ein idealer Partner für erneuerbare Energien. Hybridheizungen, die Heizöl zunehmend mit Solarwärme, Biomasse und zukünftig auch mit erneuerbarem Strom kombinieren, garantieren eine sichere Versorgung."

Zuschuss zurBrennwertheizung jetzt beantragen

Deshalb sei es aus IWO-Sicht nicht sinnvoll, dass der Klimaschutzplan bereits jetzt ein Ablaufdatum für die Förderung von modernen Öl-Brennwertheizungen festsetzt. Mit seiner „Aktion Deutschland macht Plus“ hilft das IWO Hauseigentümern dabei, ihre Fördergelder für die Heizungsmodernisierung zu beantragen. Den eigens eingerichteten Förderservice können Kurzentschlossene bis zum Ende des Jahres sogar kostenlos nutzen. Zur staatlichen Förderung von zumeist KfW und BAFA prüft der Förderservice weitere Fördermöglichkeiten vom Land, der Stadt oder der Gemeinde, berechnet die maximale Förderung und bereitet alles zur reibungslosen Beantragung vor. Selbst den seit einigen Wochen zu stellenden KfW-Online-Antrag übernehmen die Fördergeld-Profis auf Wunsch.

Durchschnittlich 1.400,- € Zuschuss sichert der Förderservice zum einfachen Kesseltausch, bei Kombination mit Solarthermie kommen die BAFA Zuschüsse von 500,- € zur Warmwasserbereitung und 2.000,- € zur Heizungsunterstützung dazu. Willig ist sich sicher: "Die verstärkte Nutzung von regenerativen Heizenergien kann in der breiten Masse nur mit Hybridlösungen funktionieren". So bewertet er es positiv, dass die Förderung zur Einbindung erneuerbarer Energien attraktiver werden soll.

www.zukunftsheizen.de/energie-sparen/deutschland-macht-plus

 

Foto: © IWO - www.zukunftsheizen.de