Hamburg fördert Schallschutz-Maßnahmen gegen Verkehrslärm

Mittwoch, August 31, 2016

Zuschuss für Anwohner besonders verkehrsreicher Straßen

Anwohner besonders verkehrsreicher Straßen können einen Zuschuss bei der Hansestadt beantragen

Citynahes Wohnen mit guter Verkehrsanbindung - viele müssen dafür erheblichen Straßenlärm in Kauf nehmen. Grundeigentümer in Hamburg, deren Wohngebäude an einer stark belasteten Straße liegt, können für Lärmschutzmaßnahmen am Haus nun einen lohnenden Zuschuss beantragen und so kurz- und langfristig die Wohnqualität deutlich verbessern.

Egal ob selbst bewohntes Einfamilien-, Doppel- oder  Reihenhaus, vermietetes Mehrfamilienhaus oder Wohnungseigentümergemeinschaft, die Hansestadt beteiligt sich mit einem 65 prozentigem Zuschuss an den nachgewiesenen förderfähigen Kosten, mitunter sogar mehr.

65 % Zuschuss für „klassische“ Maßnahmen:

  • max. 450,- €/m² Fenster- und Türfläche
  • max. 400,- € je Lüftungseinrichtung ohne max. 950,- € mit Wärmerückgewinnung
  • max. 350,- € je Rollladenkasten

75 % für „erweiterte“ Maßnahmen:

  • max.500,- €/m² Fensterfläche bei Kastenfenstern
  • max.200,- €/m² Fläche der Prallscheiben vor den Fenstern
  • max.300,- €/m² Verglasung von bestehenden offenen Balkonen und Loggien
  • max.150,- €/m² Aufenthaltsraum bei Veränderung der Wohnungsgrundrisse und für Lückenschlüsse

Bei besonders hohem Außenlärmpegeln und einem damit verbundenen höheren Schalldämm-Maß von über 47 dB, erhöht sich der maximale Zuschuss um 10 %.

Der Zuschuss kann vor Beginn der Maßnahmen bei der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB) beantragt werden. Dazu ist u.a. ein Angebot vom Fachhandwerker erforderlich. Ein erster Blick ins Straßenverzeichnis zeigt, ob das Wohngebäude potenziell förderfähig ist.

www.ifbhh.de/wohnraum/wohneigentum/modernisierung/schallschutz/

Foto: © Erich Westendarp - www.pixelio.de