forsa-Umfrage: Heizungslabel erhöht Beratungsbedarf

Montag, August 3, 2015

Modernisierer und Bauherren sollten sich fachkundig beraten lassen.

forsa-Umfrage: Heizungslabel erhöht Beratungsbedarf

Jüngst hat die Verbraucherzentrale NRW das zum September geplante EU-Energieeffizienzlabel für neue Heizungen als "für Verbraucher wenig hilfreich" kritisiert*. Dies bestätigen nun auch aktuelle Zahlen einer forsa-Umfrage im Auftrag von Zukunft ERDGAS. Demnach interpretieren die Verbraucher das Effizienzlabel höchst unterschiedlich.

In einer repräsentativen Befragung hat das Institut forsa ermittelt, was Verbraucher unter einer "guten Effizienzklasse" bei Heizungen verstehen.

  • 45 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass hiermit die besonders effiziente Umwandlung des Energieträgers in Wärme gemeint sei.
  • 30 Prozent der Befragten sehen in einer guten Effizienzklasse einen Hinweis auf besonders ökologisches Heizen,
  • 19 Prozent meinen, ein grünes Label weise auf eine besonders kostengünstige Heizung hin.

Tatsächlich aber werden für das Heizungslabel - anders als bei Kühlschränken - verschiedene Gerätetypen pauschal in verschiedene Klassen eingeordnet, abhängig von der Einbindung erneuerbarer Energien und vom Wirkungsgrad der Technologie. Nicht berücksichtigt werden dabei für Verbraucher relevante Faktoren wie Betriebskosten und Klimabilanz.

"Modernisierer und Bauherren sollten sich fachkundig beraten lassen. Das Heizungslabel kann nur ein Baustein einer fundierten Entscheidung sein. Hier kommt es neben der effizienten Technik auch auf die gute Einbindung im Haus an“, rät Dr. Timm Kehler, Vorstand von Zukunft ERDGAS e.V.

Foto: © obs/Zukunft ERDGAS e. V. / Thinkstock