Förderstopp für öffentliche Ladesäulen

Montag, November 4, 2019

Ausbau der Förderung in 2020 deutet sich an.

Förderstopp für öffentliche Ladesäulen

Der Vierte Aufruf zur Antragseinreichung gemäß der Förderrichtlinie "Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge" ist beendet. Die Förderung kann generell nur in bestimmten Antragsfenstern beantragt werden die zeitlich begrenzt sind. Informationen zu einem nachfolgenden Förderaufruf liegen derzeit nicht vor. Doch das neue Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung beinhaltet eine verbesserte staatliche Förderung der Elektromobilität. In den kommenden vier Jahren sollen über 50 Milliarden für Elektromobilität ausgegeben werden, fast zehn Milliarden davon sind zur Unterstützung des Kaufs von Elektroautos und Ladeinfrastruktur vorgesehen.

 

Förderung weiterer öffentlicher Ladepunkte avisiert

So will die Regierung die öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge weiter ausbauen. Bis 2030 sollen in Deutschland insgesamt eine Million Ladepunkte zur Verfügung stehen. Den Aufbau von öffentlichen Ladensäulen fördere der Bund mit entsprechenden Programmen bis 2025, so der Plan laut Klimaschutzprogramm. So sollen beispielsweise verstärkt Ladepunkte an Kundenparkplätzen zum Beispiel an Supermärkten gefördert werden.
In der aktuellen Richtlinie werden öffentliche Normalladepunkte von 3,7 kW bis einschließlich 22 kW mit einem Zuschuss von maximal 40 % der zuwendungsfähigen Ausgaben, höchstens 2.500 € pro Ladepunkt gefördert. Schnellladepunkte ab 50 kW werden je nach Standort mit bis zu 40 % der zuwendungsfähigen Ausgaben, höchstens 12.000 € gefördert, ab einschließlich 100 kW Ladeleistung mit bis zu 50 %, höchstens 30.000 €.

 

Förderung für private Ladepunkte für 2020 angekündigt

Zwar können auch Private die Förderung für öffentliche Ladepunkte beantragen, dazu muss die Säule aber auch rund um die Uhr oder mit gekürzter Förderung zeitlich eingeschränkt, öffentlich zugängig und nutzbar sein. Nach Masterplan des Bundesverkehrsministeriums sollen 2020 erstmals auch 50 Millionen Euro für private Lademöglichkeiten bereitgestellt werden.

 

Umweltbonus fürs E-Fahrzeug soll erweitert werden

Der vom Bund und den Autoherstellern finanzierte „Umweltbonus“ soll nach dem neuen Programm von 2021 an für Pkw mit Elektro-, Hybrid- und Wasserstoff-Antrieb verlängert und für Autos unter 40.000 Euro erhöht werden. Weiterhin werden E-Fahrzeuge im Rahmen der Dienstwagenregelung gefördert. Diese soll für die Nutzung eines rein batteriebetriebenen Stromers oder eines Plug-in-Hybridautos bis 2030 verlängert werden. Ebenfalls ist vorgesehen, die Dienstwagensteuer für reine Elektrofahrzeuge bis zu einem Preis von 40.000 Euro zu halbieren, und zwar von derzeit 0,5 auf 0,25 Prozent.

Foto: Wolfgang Dirscherl - pixelio.de