Entwurf zur Speicherförderung liegt vor

Dienstag, Februar 23, 2016

Das BMWi hat den Entwurf der neuen Förderrichtlinien für Photovoltaik-Batteriespeicher veröffentlicht.

Mit der momentan noch vorläufigen „Bekanntmachung zur Förderung von stationären und dezentralen Batteriespeichersystemen zur Nutzung in Verbindung mit Photovoltaikanlagen“ soll die Förderung im KfW-Programm Erneuerbare Energien – Speicher zum 30.03.2016 starten.

Die Förderung erfolgt über zinsgünstige KfW-Förderkredite mit zusätzlichen Tilgungszuschüssen, die an die Kostenreduktionen bei den Batteriesystemen angepasst werden sollen. Die Tilgungszuschüsse sinken halbjährlich jeweils um 3 Prozentpunkte. Mit dem Tilgungszuschuss wird allerdings nur die Investition in ein Batteriespeichersystem und nicht die Investition in eine Photovoltaikanlage gefördert. Im Fall von nachgerüsteten Batteriespeichersystemen betragen die maximalen spezifischen förderfähigen Kosten 2.200 Euro/kWp.

  • 25 % Tilgungszuschuss ab 1.3.2016 bis 30.6.2016
  • 22 % Tilgungszuschuss ab 1.7.2016 bis 31.12 2016
  • 19 % Tilgungszuschuss ab 1.1.2017 bis 30.6.2017
  • 16 % Tilgungszuschuss ab 1.7.2017 bis 31.12 2017
  • 13 %Tilgungszuschuss ab 1.1.2018 bis 30.6.2018
  • 10 % Tilgungszuschuss ab 1.7.2018 bis 31.12 2018

Technische Voraussetzungen und Freigabe von Daten 

Die installierte Leistung der Photovoltaikanlage darf 30 kWp nicht überschreiten. Die maximale Leistungsabgabe der PV-Anlage ist auf 50% der installierten PV-Leistung reduziert. Für die Batterien muss eine Zeitwertersatzgarantie von 10 Jahren vorliegen. Entweder ist diese Garantie durch den Verkäufer des Systems zu garantieren oder über eine Versicherungslösung, ebenfalls vom Verkäufer getragen, abzudecken.

Der Antragsteller verpflichtet sich mit der Förderung, die Anlage in einem Monitoring-Portal zu registrieren und seine anonymisierte Daten dem BMWi zur wissenschaftlichen Analyse bereitzustellen. Ebenfalls muss eine Fernsteuerung und Fernparametrierung über offen gelegte Schnittstellen an Wechselrichtern der PV-Anlage und bei AC-Kopplung auch der Wechselrichter des Batteriespeichersystems ermöglicht werden.

Kommunen selbst sind nicht antragsberechtig

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die sich mehrheitlich in Privatbesitz befinden, Unternehmen, an denen Kommunen, Kirchen oder karitative Organisationen beteiligt sind sowie natürliche Personen und gemeinnützige Antragsteller, die den mit einer Photovoltaikanlage erzeugten Strom oder einen Teil davon einspeisen. Nicht antragsberechtigt sind u.a. Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften und kommunale Zweckverbände sowie Hersteller von förderfähigen Anlagen oder deren Komponenten.

Foto: © Andreas Hermsdorf - www.pixelio.de