Energieberatung wird bezuschusst

Donnerstag, Februar 26, 2015

Ab März erhöht das BAFA den Zuschuss für eine Vor-Ort-Beratung

Energieberatung wird bezuschusst

Eine Energieberatung ist der Schlüssel zum Energiespar-Erfolg. Bei den Beratungskosten können routinierte Sparfüchse ab März gleich anfangen. Für eine Vor-Ort-Energieberatung gibt`s einen staatlichen Zuschuss vom BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle). Zum 1. März 2015 tritt die neue Förderrichtlinie in Kraft.

800 € Beratungszuschuss für Ein- und Zweifamilienhäuser
Der Staat beteiligt sich, und übernimmt einen Teil des Energieberater-Honorars und zwar 60 % der förderfähigen Beratungskosten, max. 800 € bei Ein- und Zweifamilienhäusern und max. 1.100 € bei Wohnhäusern mit mindestens drei Wohneinheiten. Damit wird die bisherige Förderung für Eigenheime verdoppelt.
Den Beratungszuschuss gibt es nun für alle Wohnhäuser, für die vor dem 1. Februar 2002 der Bauantrag gestellt wurde. Also auch die bisher von der Förderung ausgeschlossenen Gebäude mit Baujahr ab 1995.
Wohneigentümergemeinschaften können mit einem zusätzlichen Beratungs-Bonus von nochmals bis zu 500 € rechnen.

Zu lange und komplizierte Beratungsberichte – wenn`s nach dem BAFA geht, war das gestern.
Hauseigentümer haben nun die Wahl zwischen einer Beratung zur Komplettsanierung zum KfW-Effizienzhaus oder einem Sanierungsfahrplan. Letzterer ist neuer Bestandteil der Förderung. Der bildet Schritt für Schritt, sinnvolle und aufeinander abgestimmte Einzelmaßnahmen ab. Die können nach und nach angegangen werden, je nach Zeitrahmen und Finanzbudget der Bewohner. Maßnahme für Maßnahme sinkt so der Energieverbrauch des Hauses. Kosten und Aufwand sind je nach Modernisierung zumeist überschaubar und verteilen sich langfristig. Auch wer nach Sanierungsfahrplan vorgeht, verschenkt keine Einsparpotenziale. Sogar ein Effizienzhaus-Niveau rückt so Schritt für Schritt näher.

Antrag über den Energieberater
Den Fördermittelantrag beim BAFA übernimmt der Energieberater. Die Aufgabe des Hausbesitzers ist es, den passenden Energieberater zu finden. Das geht über die Energie-Effizienz-Expertenliste. Hier sind alle von BAFA und KfW zugelassenen Energieberater registriert und können nach Postleitzahl, Ort oder bestimmten Beratungsschwerpunkten ausgesucht werden. 

Es gibt mehr Förderung als man denkt!
In Deutschland gibt es momentan über 400 Energieberatungszuschüsse (Quelle foerderdata.de). Über die Hälfte davon werden von Städten und Gemeinden gestellt. Der Clou: Mit einem kommunalen Zuschuss kann die BAFA- oder Landesförderung oftmals zusätzlich aufgestockt werden. Programme wie der EnergieSparCheck in Baden Württemberg, der Gießener Gebäudepass in Hessen, der Hamburger Energiepass, die ENEO-Energieberatung in Berlin, der proKlima – Energielotse in der Region Hannover oder das Programm „Ihr Haus unter der Lupe“ in Limburg a.d. Lahn, viele Städte und Regionen beteiligen sich an den Beratungskosten. Wer die passend Förderungen für sein Haus finden will, kann sich online, kostenlos über die Fördermittel-Suche informieren.

Foto: Thermal Image of the House I iStockphoto thinkstock


Foto: Thermal Image of the House I iStockphoto thinkstock