Den Förderdschungel lichten für mehr Klimaschutz

Freitag, August 22, 2014

Fördermittel nicht in Frage stellen, sondern Verbraucher besser informieren!

Den Förderdschungel lichten für mehr Klimaschutz

„Wer die Klimaziele der Bundesrepublik Deutschland ernst nimmt und mehr Klimaschutz will, darf Fördermittel für energetische Sanierungen von Bestandsgebäuden nicht in Frage stellen.“ Das sagt der Geschäftsführer der febis GmbH in Hattersheim, Dipl.-Ing. Martin Kutschka, vor dem Hintergrund verschiedener Medienbericht, welche Förderungen, etwa durch Mittel der KFW, als Verschwendung von Geldern der öffentlichen Hand bezeichnen.

„Wir brauchen im Gegenteil einen besseren Einsatz der vorhandenen Finanzmittel. Dazu gehört auch, den Förderdschungel von über 6000 Angeboten zu lichten. Es sollte für jedermann einfach zu erkennen sein, was für welche Maßnahme zur Verfügung steht.“ In Deutschland werden neben den Darlehen der KFW Zuschüsse von knapp 600 Energieversorgern, 2000 Städten und Gemeinden sowie 500 Verbünden und Kreisen angeboten. Deren Abfrage stellt febis kostenlos zur Verfügung; febis unterstützt Bauherren auch bei deren Beantragung.

Kutschka: „Eine Forsa-Studie hat gezeigt, dass 79% der Haushalte, die förderfähige Sanierungen durchgeführt haben, die Maßnahmen aus eigenen Mitteln und ohne Förderungen realisiert haben. Es bedürfe professioneller Beratung, um sich bei der Vielzahl von Förderungen und bei den manchmal komplizierten Antragsverfahren zu Recht zu finden. Kutschka: „Das ließe sich vereinfachen!“

Kutschka: „Klimaschutz sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Förderungen von klimarelevanten Sanierungen in Frage zu stellen, ist das Gegenteil von dem, was wir eigentlich brauchen: mehr Mut zum Modernisieren!“

Die Kontrolle der verwirklichten Maßnahmen könnte dann durch unabhängige Prüfsachverständige erfolgen. „Die Umsetzung der aktuellen Energieeinsparverordnung EnEV 2104 ist alles andere als trivial. Hier sollten Fachleute die gesamte Gebäude- und Anlagentechnik kennen und für Qualität bei der Modernisierung sorgen.“ Kutschka schließt sich damit Vorschlägen des Deutschen Energieberater-Netzwerkes DEN e.V. an, welches die Ausbildung und Bestellung von solchen neutralen Sachverständigen fordert.

Foto: Rainer Sturm I pixelio.de