Bringt ein Steuerbonus Schwung in die energetische Gebäudesanierung?

Mittwoch, Oktober 25, 2017

Ruf nach Steuerersparnis für Effizienzmaßnahmen im Wohneigentum

Bundestag-Steuerersparnis für Modernisierung von Wohneigentum
Welche der vielen Wahlversprechen es wirklich in den Koalitionsvertrag schaffen und damit auch von der neuen Regierung angepackt werden, ist noch nicht klar. Hauseigentümer und Wirtschaftsverbände hingegen sind sich einig: Ohne Steuerförderung für Sanierungskosten im Wohneigentum wird es keine Bewegung in der energetischen Gebäudemodernisierung geben. Und ohne Steigerung der Sanierungsquote werden die Energieeinsparpotenziale bei Gebäuden nicht genutzt, die Klimaschutzziele rücken damit in weite Ferne und sind quasi nicht mehr erreichbar.
 

Unveränderte Sanierungsquote 

Die Sanierungsquote liegt seit Jahren unverändert bei unter einem Prozent. Und das trotz deutlichem Sanierungsbedarf bei vielen der 16 Millionen Ein- und Zweifamilienhäusern. Mehr als 60 Prozent der Fassaden und über 30 Prozent aller Dächer sind nicht richtig gedämmt. Über 45 Prozent der Fenster müssten erneuert und ebenfalls über 40 Prozent der Heizungen modernisiert werden.
 

Steuerersparnis für Effizienzmaßnahmen im Wohneigentum 

Viele sehen eine Steuerersparnis als Schlüssel zum Erfolg den Stillstand bei der Sanierung von Gebäuden zu überwinden. Eine attraktive Steuerförderung einsetzen, um eine Modernisierungsoffensive zu starten? Damit der Steuerbonus nicht nur einen psychologischen Effekt hat, sondern sich tatsächlich auf dem Konto und in der Haushaltskasse des Hauseigentümers wiederspiegelt, muss ein Förder-Instrument entwickelt werden, das technologieoffen, attraktiv und einfach umzusetzen ist. Die steuerliche Förderung sollte ergänzend zur den bereits existierenden staatlichen Zuschüssen und Förderkrediten eingeführt werden und könnte wie folgt aussehen:
 
  • Technologieoffene steuerliche Förderung als Abzug von der Einkommenssteuer
  • Förderung von Einzelmaßnahmen, die zu mehr Energieeffizienz führen und bereits schon jetzt als förderwürdig eingestuft sind.
  • Eine zehnjährige Laufzeit der Abschreibung über die gesamte Maßnahme bei Absenkung des Fördersatzes um zehn Prozent über die Laufzeit.
  • Anrechnung durch das Einreichen der Zahlungsnachweise mit der Steuererklärung.
 
Alle Fördermöglichkeiten jederzeit im Blick: kostenlose Förderauskunft
Foto: © Makrodepecher - pixelio.de