Bayern will Heizungstausch ins Visier nehmen

Donnerstag, Juli 9, 2015

Im Bundesländervergleich haben Bayern nur ein geringes Interesse am Heizungstausch

Bayern nimmt neue Heizungstausch ins Visier

Die Augsburger Allgemeine Zeitung titelte kürzlich: „Fördermittel bleiben ungenutzt“.

Demnach sei das Interesse, eine alte Heizung gegen eine moderne Biomasseheizung auszutauschen, in Bayern geringer als in anderen Bundesländern. "Die Verbraucher seien nicht genügend über Fördermöglichkeiten informiert und verunsichert", so Andreas Lingner (Vorsitzender des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbandes) bei einem Treffen mit Josef Pschierer (Staatssekretär im bayerischen Wirtschaftsministerium). Auch der weiß: „Wir haben sehr wohl Programme, die gute Anreize schaffen. Aber die Quoten zum Umstieg sind gering.“

Gemeinsame Kampagne gegen Verunsicherung der Verbraucher

Das Wirtschaftsministerium würden mehr holzbetriebene Heizungen in Bayern freuen. „Aus Gründen der Energieeffizienz, aber auch, weil Holz ein heimischer Rohstoff ist“, so der Staatssekretär. Die Pflicht zur Holzheizung sei für die Staatsregierung allerdings kein Thema, man setzte weiterhin auf Freiwilligkeit bei der Wahl von Heizung und Energieträger. Andere Bundesländer geben für die Umrüstung bestimmte Heizformen vor.

Ab September will Bayern zudem zusätzliche Fördergelder bereitstellen. Hauseigentümern, die ihre ineffiziente Heizungsanlage vorzeitig austauschen wollen, können dann mit einem neuen Zuschuss im 10.00-Häuser-Programm rechnen. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft rechnete hoch, dass momentan jede dritte Heizung in Deutschland älter als 20 Jahre ist.

Link zum Artikel der Augsburger Allgemeine
Link zum bayerischen 10.00-Häuser-Programm

Foto: © Jürgen Acker - www.pixelio.de