Bad Homburg erhöht seine Energiesparförderung

Freitag, Februar 22, 2019

Höhere Zuschüsse für Energiesparmaßnahmen am Haus

Bad Homburg erhöht seine Energiesparförderung

Seit 2001 fördert das hessische Bad Homburg v. d. Höhe Maßnahmen zur Energieeinsparung im Rahmen der stadteigenen Energiesparförderrichtlinie. Für 2019 wurden die Förderbeträge nun ordentlich aufgestockt. Für das Haushaltsjahr 2019 stehen Fördergelder in Höhe von 0,6 Mio. Euro bereit. Bezuschusst werden vor allem Energiesparmaßnahmen an Wohnhäusern mit bis zu 8 Wohnungen. Eine Innovationsförderung wird für größere Wohn- bzw. Nichtwohngebäude eingeräumt. Im Neubau werden KfW-55 /40 -Effizienz-, Passiv-, oder Plusenergiehäuser bedacht.
Die Stadt trägt mit der Aktualisierung Ihres Förderprogramms der technischen Weiterentwicklung Rechnung, berücksichtigt Änderungen bei anderen Förderprogrammen und Preissteigerungen im Baubereich. Neu ist die Übernahme von Kosten beim „Heizungscheck“, der fachgerechten Heizungseinstellung und der Überprüfung in den ersten beiden Jahren nach dem Einbau sowie ein Zuschuss beim Einbau von Filtern für die Abluft von Festbrennstoffheizungen.

Energiesparmaßnahmen an Wohnhäusern mit bis zu 8 Wohnungen

Dämmmaßnahmen an Dach, Wand, Keller, Geschossdecke je nach Bauteil Zuschuss je m²

  • z. B. Dämmung der Außenwände: Zuschuss von 25 €/m² Dämmfläche, max.  8.000 €
    z. B. Dämmung von Kellerdecke, Bodenplatte, Kelleraußenwände: Zuschuss von 15 €/m² Dämmfläche, max. 2.500 €
  • bei Verwendung von Dämmmaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen: zusätzlicher Zuschuss von 15 €/m² gedämmter Fläche, max. 4.500 €

Fenster, Fenstertüren, Haustüren und Dachflächenfenster

  • Austausch gegen neue Elemente: Zuschuss von 70 €/m², Fenster- oder Haustürfläche max. 3.000 €

Solarthermische Anlagen 

  • Anlagen zur reinen Warmwasserbereitung: Zuschuss 1.500 € für Gebäude mit 1-2 Wohneinheiten
  • Anlagen mit Heizungsunterstützung: Zuschuss 2.500 € für Gebäude mit 1-2 Wohneinheiten

Austausch von alten Heizanlagen (älter als 25 Jahre und keine Brennwertheizungen) gegen neue Anlagen mit Brennwertnutzung

  • z. B. Austausch von Öl-Heizanlagen: Zuschuss 4.000 €, bei Umstellung von Öl auf Erdgas zusätzlich 2.000 €
  • z. B. Austausch von Erdgas-Heizanlagen: Zuschuss 3.000 €
  • Austausch von Einzelöfen (alle Anlagen im Gebäude) gegen eine Brennwert-Zentralheizung: Zuschuss 4.000 €
  • „Heizungscheck“ durch Fachbetrieb, je einmal in den ersten 2 Jahren nach: Zuschuss 500 €
  • Hydraulischer Abgleich der Heizung durch Fachbetrieb ohne geförderten Heizungstausch: Zuschuss von 50 % der Kosten, max. 1.000 € für Gebäude mit 1-2 Wohneinheiten
  • Einbau von Filteranlagen von Feststoffheizungen mit nachweislicher Reduktion der Feinstaub-Emissionen von mindestens 30%: Zuschuss 1.000 €
  • Einbau eines Mini-Blockheizkraftwerkes bis 10 kWel: Zuschuss pauschal mit 2.500 €
  • Einbau einer Brennstoffzellenheizung: Zuschuss pauschal mit 5.000 €

Weitere Förderoptionen

  • „Innovationsförderung“ für Wohngebäude ab 8 Wohneinheiten sowie  für Nichtwohngebäude im Bestand
  • Sonderförderung Sanierung Altbau auf „Neubauniveau“
    Sonderförderung von € 5.000,- für Gebäude mit 1-2 Wohneinheiten, wenn durch die Maßnahmen am Gebäude der Neubaustandard gemäß der gültigen EnEV oder der KfW-Effizienzhaus-Standard 100 (2018) erreicht wird, Jede weitere Wohneinheit wird zusätzlich mit  € 750,- gefördert.
  • Förderung Neubau von KfW-55 /40 -Effizienz-, Passiv-, oder Plusenergiehäusern
    Für Hocheffiziente Neubauten Förderung von 10.000 € für Gebäude mit 1-2 Wohneinheiten, jede weitere Wohneinheit wird zusätzlich mit  € 1.000,- gefördert.

Das Förderprogramm hat sich seit 2001 als wirksames Instrument erwiesen, um beim Klimaschutz die städtischen Ziele sowie die von Land, Bund und EU vorgegebenen zu erreichen und nachhaltig zu sichern. Seit 2001 bis 31.10.2018 hat die Stadt durch ihre Förderung 4.514 Maßnahmen an mehr als 2.400 bestehenden Gebäuden unterstützt. Damit ließ sich der CO2-Ausstoß um insgesamt mehr als 38.000 Tonnen verringern. Erhebliche Mengen an weiteren Luftschadstoffen wie Stickstoffdioxid und Feinstaub wurden vermieden.

https://www.bad-homburg.de/leben-in-bad-homburg/umwelt-naturschutz/energie/Energieberatung.php#c2

Foto: foto-hansel - pixelio.de