APEE-Zusatzförderung

Freitag, Juli 15, 2016

In welchen Fällen besteht für Heizungen eine Austauschverpflichtung nach § 10 EnEV?

In welchen Fällen besteht für eine alte Heizung eine Austauschverpflichtung nach § 10 EnEV?

Mit dem zum Jahresbeginn eingeführten APEE-Zusatzbonus stockt der Bund die Fördermöglichkeiten zur Heizungsmodernisierung zusätzlich auf.

Wer im Zuge der Heizungsmodernisierung mit moderner Brennwerttechnik die gesamte Anlage optimiert, kann bei der KfW einen Zuschuss von 15 % statt 10% beantragen. Finanzieren profitieren ebenfalls von erhöhten Tilgungszuschüssen. Für Holz- und Pelletheizungen, Wärmepumpen und zur solaren Heizungsunterstützung stockt das zuständige BAFA den im Marktanreizprogramm eingeräumten Zuschuss um 20 % auf und  legt zusätzlich 600 € obendrauf.

Wer vom APEE-Zusatzbonus profitieren will, darf nach EnEV nicht verpflichtet sein, den Heizkessel auszutauschen.  

Wer von der Austauschpflicht betroffen ist und wer nicht, wird in der Energieeinsparverordnung geregelt. Wichtig ist dabei vor allem, wie alt die Heizung ist und wo die Hauseigentümer im Jahr 2002 gewohnt haben. Aktuell müssen Öl- oder Gas-Heizkessel, die kein Niedertemperatur-Heizkessel oder Brennwertkessel sind, spätestens 30 Jahre nach Inbetriebnahme durch einen neuen Kessel ersetzt werden. Diese Nachrüstungspflicht gilt allerdings nicht für Eigentümer von Wohngebäuden mit bis zu zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer eine Wohnung am 1. Februar 2002 selbst bewohnt hat.
Sobald der Eigentümer das Wohngebäude verkauft, endet die Befreiung von der Nachrüstungspflicht. Der neue Eigentümer (oder sein Nachfolger) ist somit verpflichtet, den Heizkessel innerhalb von 2 Jahren auszutauschen.

Auch wenn eine Nachrüstungspflicht besteht, können Fördergelder genutzt werden.

Etwa der 10-prozentige Zuschuss von der KfW. Die Förderbank von Bund und Ländern fördert einen Heizungstausch und energetische Sanierung von Wohngebäuden, für die der Bauantrag oder die Bauanzeige vor dem 01.02.2002 gestellt wurde. Den Heizungstausch mit Brennwerttechnik bezuschusst die KfW im Durchschnitt mit 1.300,- €. Geld, das nicht aus der eigenen Tasche bezahlt werden muss. Auch beim BAFA kann die Basisförderung etwa 1.300,- € für eine Luftwärmepumpe oder 3.500,- € für einen Pelletkessel beantragt werden.

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