Am Klimaschutz müssen sich alle beteiligen können!

Montag, August 18, 2014

Fördermittel für energetische Sanierungen nach sozialer Situation staffeln

Am Klimaschutz müssen sich alle beteiligen können!

„Klimaschutz darf nicht an finanziell weniger starken Schichten vorbeigehen. Jeder sollte sich beteiligen können. Fördermittel für energetische Sanierungen älterer Gebäude sollten daher auch mit Blick auf die Finanzkraft der Eigentümer vergeben werden“ schlägt der Geschäftsführer der febis GmbH in Hattersheim, Martin Kutschka, vor.

Kutschka verweist auf eine aktuelle Studie von „Zukunft Erdgas e.V.“ „Die Studie zeigt, dass das durchschnittliche Einkommen bei Bewohnern älterer Häuser geringer und somit der finanzielle Spielraum für Modernisierungsmaßnahmen kleiner ist. Sinnvolle Sanierungen stießen oftmals auf finanzielle Engpässe der Eigentümer. Die Möglichkeiten dieser Eigentümer, Kredite zum Erhalt und zur Modernisierung ihrer Immobilie aufzunehmen, seien sehr eingeschränkt, sagt Kutschka. €.“ Vielen fehle es sogar an den Mitteln für eine fällige Heizungserneuerung.

So können sich private Hauseigentümer die Energiewende leisten!
„Es nütze weder den Hausbesitzern noch den politischen Zielen der Energiewende und des Klimaschutzes, wenn nichts geschieht und ganze Schichten von Immobilieneigentümern ausgegrenzt werden. „Warum entwickelt man nicht Modelle, die bei der Vergabe von Fördermitteln auch soziale Komponenten berücksichtigen, beispielsweise bei der KFW?“ Der febis-Chef regt deshalb an, bestehende Finanzierungsspielräume der Eigentümer individuell zu analysieren und eventuell vorhandene Lücken aus öffentlichen Mitteln zu schließen. „Wichtig wäre Flexibilität“, sagt Kutschka. „Bürgschaften der öffentlichen Hand oder deutlich höhere Zuschüsse wären eine Möglichkeit, Sanierungsmaßnahmen bei Objekten auszulösen, die Eigentümer aus eigener Kraft nie würden sanieren können.“

Eine weitere Möglichkeit bestünde in der kumulativen Nutzung der lokalen Zuschüsse von Städten, Gemeinden und Energieversorgern, die zusätzlich und ohne Deckelung gemeinsam mit den Mitteln der öffentlichen Hand genutzt werden sollten. Schließlich stehen in Deutschland Zuschüsse von knapp 600 Energieversorgern, 2.000 Städten und Gemeinden sowie 500 Verbünden und Kreisen zur Verfügung, deren Abfrage febis kostenlos zur Verfügung stellt und bei deren Beantragung unterstützt.

Foto: Martin Kutschka, Geschäftsführer von febis